Reha mit Hund bei Abhängigkeitserkrankungen

Suchtklinik mit Hund

Suchtklinik mit Hund – Einführung und Grundstruktur der Behandlung

Die Verbindung von Suchttherapie und Hund ist ein Thema, das viele Betroffene erst dann wahrnehmen, wenn

eine Behandlung konkret wird. Das Suchthilfesystem ist in Deutschland klar strukturiert, aber es orientiert sich selten

an den Lebensrealitäten von Menschen, die Verantwortung für ein Tier tragen. Deshalb braucht es einen Überblick, der realistisch darstellt, was möglich ist und welche Grenzen bestehen, ohne falsche Versprechen oder unnötige Hürden.

Jede Abhängigkeitserkrankung wird in Deutschland zweiphasig behandelt. Viele kennen diesen Aufbau nicht, und genau hier beginnen die Schwierigkeiten für Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer.

Die beidenPhasen lauten:

1. Entgiftung (medizinischer Entzug)

2. Rehabilitation (Entwöhnungsbehandlung)

Diese beiden Bereiche sind vollständig voneinander getrennt – medizinisch, organisatorisch und therapeutisch. Wer das verstanden hat, erkennt sofort, warum ein Hund in

der ersten Phase grundsätzlich nicht mitgeführt werden kann und warum er in der zweiten Phase durchaus eine

Rolle spielen kann. Die Entgiftung ist eine akute medizinische Maßnahme mit klaren Sicherheits- und

Hygieneregeln. Die Reha hingegen ist ein therapeutischer Prozess, der mehrere Wochen dauert und in dem Alltag, Struktur und Stabilisierung eine deutlich größere Rolle spielen.Phase eins: Der medizinische Entzug – warum Hunde

ausgeschlossen sind

Die erste Phase jeder Suchtbehandlung ist die Entgiftung, also der medizinische Entzug. Dabei handelt es sich nicht um einen therapeutischen Aufenthalt, sondern um eine akute medizinische Maßnahme. Ziel ist ausschließlich, den

Körper stabil zu halten, Entzugssymptome zu kontrollieren und gesundheitliche Risiken abzusichern. Dieser Rahmen hat nichts mit dem strukturierten Alltag einer späteren Reha zu tun.

Die Entgiftung findet in einem Krankenhaus oder auf einer

spezialisierten Station statt. Dort gelten strenge Vorgaben: medizinische Überwachung, feste Abläufe, klare Hygiene, medikamentöse Behandlung und teilweise geschützte oder geschlossene Bereiche. In einer solchen Umgebung kann ein Hund nicht untergebracht werden. Das liegt nicht an fehlender Bereitschaft der Kliniken, sondern an

medizinischer Notwendigkeit. Selbst Assistenzhunde stoßen in dieser Phase häufig an Grenzen, weil die Stabilität der Patientinnen und Patienten zu weich ist und die akute

Versorgung Vorrang hat.

Für Hundebesitzer gilt deshalb eine feste Realität: Der Hund braucht für die Dauer der Entgiftung zwingend

eine alternative Betreuung.

Familie, Freunde, Hundesitter oder Pensionen kommen in

Frage. Die Entgiftung dauert in der Regel zwischen sieben

und einundzwanzig Tagen. Für diesen Zeitraum muss die

Versorgung des Hundes zuverlässig organisiert sein, weil ein Mitnehmen in dieser Phase ausgeschlossen ist.

Versuche, Entgiftung und Hund zu verbinden, scheitern zwangsläufig. Wer diese Struktur akzeptiert, schafft die Voraussetzung dafür, dass der Hund in der nachfolgenden Reha wieder eine unterstützende Rolle einnehmen kann.Phase zwei: Die Reha – hier kann ein Hund sinnvoll eingebunden werden

Die zweite Phase der Suchtbehandlung ist die Rehabilitation, häufig auch Entwöhnungsbehandlung genannt. Sie unterscheidet sich vollständig von der Entgiftung. Während die erste Phase körperliche Stabilisierung zum Ziel hat, beginnt in der Reha die therapeutische Arbeit: Einzel- und Gruppengespräche,

Rückfallprävention, Strukturaufbau, Alltagsbewältigung, medizinische Stabilisierung und oft auch sozialrechtliche

Beratung.

In dieser Phase kann ein Hund eine Rolle spielen. Nicht jede Klinik erlaubt Hunde, aber ein wachsender Teil der Einrichtungen bietet Hundezimmer oder feste Regelungen zur Mitnahme an. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Hundemitnahme automatisch sinnvoll oder problemlos ist.

Jede Klinik prüft die Voraussetzungen genau.

Typische Anforderungen sind:

• sozialverträgliches Verhalten

• kein störendes Verhalten während des therapeutischen

Alltags

• die Fähigkeit, einige Stunden allein im Zimmer zu

bleiben

• vollständiger Impfschutz und eine gültige Haftpflichtversicherung

• kein ausgeprägtes Angst- oder Aggressionsverhalten

• eine stabile Mensch-Hund-Beziehung

Manche Häuser verlangen vorab ein kurzes Gespräch oder separaten Hundeantrag, um einzuschätzen, ob der Hund eine Stabilisierung darstellt oder eher eine Ablenkung.

Rehakliniken für Abhängigkeitserkrankungen, Hunde erlaubt – Indikation illegale Drogen / Cannabis

Diakonie-Krankenhaus Elbingerode

Brockenstraße 1

38875 Elbingerode

Klinik Neumühle

Neumühle 3

97618 Hollstadt

MEDIAN Klinik Römhild

Am Großen Gleichberg 2

98630 Römhild

Fachklinik Bussmannshof

Ernst-Erwin-Bußmann-Pfad 11

44869 Bochum

SHM Fachklinik für Drogenrehabilitation Wermsdorf

Hubertusburg, Gebäude 39

04779 WermsdorfFachklinik Neue Rhön

Mahlertshof 4

36151 Burghaun

Fontane-Klinik

Fontanestraße 5

15749 Mittenwalde OT Motzen

MEDIAN Klinik Am Waldsee

Riedener Mühlen 3

56745 Rieden

BWLV Fachklinik Friedrichshof

Sommerrainweg 10

74182 Obersulm

Fachklinik Release

Merschstraße 49

59387 Ascheberg

Zentrum für psychotherapeutische Reha – Klinik Tiefental

Sonnenbergstraße 1

66119 Saarbrücken

Serrahner Diakoniewerk gGmbH Am Pfarrhof 1

18292 Serrahn

Magnus-Huss Rehabilitationszentrum

Hamburger Allee 236–238 19063 Schwerin

RE:VITA Klinik Kelbra

Lange Straße 111 06537 Kelbra (Kyffhäuser)Rehakliniken für Abhängigkeitserkrankungen, Hunde erlaubt – Indikation Alkohol / Medikamente

MEDIAN Klinik Römhild

Am Großen Gleichberg 2

98630 Römhild

AWO-Fachklinik Schönau

In der Schneit 1

88167 Grünenbach

Haus Niedersachsen – Fachklinik Oerrel

Feldstraße 5

29386 Dedelstorf OT Oerrel

Fischer-Haus

Mönchkopfstraße 21

76571 Gaggenau-Michelbach

Fontane-Klinik

Fontanestraße 5

15749 Mittenwalde OT MotzenDiakonie-Krankenhaus Elbingerode

Brockenstraße 1

38875 Elbingerode

Paracelsus Wiehengebirgsklinik

Kokenrottstraße 71

49152 Bad Essen

Fachkrankenhaus Vielbach

Nordhofener Straße 1

56244 Vielbach

Haus Burgwald In der Mordach 3

64367 Mühltal

Fachklinik Neue Rhön

Mahlertshof 4

36151 Burghaun

Zentrum für psychotherapeutische Reha – Klinik Tiefental

Sonnenbergstraße 1

66119 Saarbrücken

RE:VITA Klinik Kelbra

Lange Straße 111 06537 Kelbra (Kyffhäuser)

Fachklinik Weibersbrunn

Hauptstraße 280

63879 Weibersbrunn

BWLV Fachklinik Schloz

Ikarusweg 14

72250 Freudenstadt

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