Camping mit Hund auf Korsika

Bonifacio

Meine Erfahrungen auf den verschiedenen Campingplätzen auf Korsika

Denkt bitte daran: dieser Beitrag spiegelt nur meine persönliche Meinung und Erfahrungen beim Campen auf Korsika wieder. Jeder kann gern seine eigene Meinung vertreten. Ich will nichts schlecht machen, nur eben echte Erfahrungen, die ich mit meinem Dackel Paul gemacht habe, mit euch teilen. Hier ist nichts gesponsert und vermutlich deswegen authentischer, als manch anderes, was man so über Korsika im Netz so findet.Hier erfahrt ihr noch wie es am Strand mit Hunden läuft Hundestrand auf Korsika

Dackel Paul am Strand von Korsika

Camping auf Korsika mit Hund: meine Erfahrung mit Campingplätzen, Routen und echten Stellplätzen

Korsika ist für Camping mit Hund ein Traum, aber ein ziemlich spezieller Traum. Wer mit dem Camper, Wohnmobil oder Wohnwagen auf die Insel fährt, merkt schnell: Die schönsten Plätze liegen selten dort, wo die Straße bequem ist. Manche Strände sind atemberaubend, manche Campingplätze praktisch, manche Routen wunderschön und fahrtechnisch eine kleine Nervensache.

Ich war mit Hund auf mehreren Campingplätzen auf Korsika, habe Plätze rund um Bastia, Bonifacio, Propriano, Cargèse, Corte und Solenzara getestet und dabei ziemlich schnell gelernt: Auf Korsika entscheidet selten nur der Campingplatz. Entscheidend ist die Lage. Gibt es Wege mit Hund? Kommt man mit dem Fahrrad in den Ort? Liegt der Platz wirklich am Meer oder nur „irgendwie in Strandnähe“? Und kommt man mit Wohnmobil oder Wohnwagen überhaupt entspannt dorthin?

Die folgenden Eindrücke stammen aus meinen eigenen Reisen mit Hund. Preise können sich ändern, besonders zwischen Vor-, Neben- und Hochsaison. Ich nenne deshalb meine gezahlten Preise dort, wo ich sie noch sicher im Kopf habe und ergänze aktuelle veröffentlichte Tarife, wenn sie verfügbar sind.

Camping La Pietra bei Bastia: praktisch nach der Fähre, aber der Strand war für mich furchtbar

Adresse: Camping La Pietra, Lieu-dit Presa / Marine de Pietracorbara, 20233 Pietracorbara. Der Platz liegt rund 20 Kilometer nördlich von Bastia und etwa 600 Meter vom Meer entfernt. Aktuelle Quellen nennen für Camping La Pietra 126 Stellplätze, die Lage bei Pietracorbara und je nach Quelle Preise ab etwa 30 Euro pro Nacht beziehungsweise deutlich günstigere Nebensaisonangebote über Campingkarten.  

La Pietra war mein erster Campingplatz auf Korsika. Er liegt etwa 30 Minuten mit dem Camper vom Hafen in Bastia entfernt und bietet sich ideal an, wenn man zu einer ungünstigen Zeit von der Fähre kommt. Der Platz ist riesig. Für Menschen, die nur eine Nacht oder zwei Nächte bleiben wollen, gibt es eine große Wiese, auf die man unkompliziert fahren kann. Ich habe damals mit Strom ungefähr 14 Euro bezahlt, ohne Strom wären es wohl etwa 10 Euro gewesen. Manchmal kam auch niemand zum Kassieren, was natürlich kein offizielles Preismodell ist, aber auf Korsika erlebt man solche Dinge eben.

Der Pool war richtig toll. Bei Hitze ist das natürlich Gold wert, gerade nach der Fähre, wenn man erstmal ankommen und sich sortieren will.

Aber der Strand dort war für mich der hässlichste Strand Korsikas. Ja, ich weiß, das klingt hart. Für mich war es trotzdem so. Erst läuft man über einen matschigen Weg Richtung Strand und sieht danach aus wie unter aller Sau. Oder man läuft den großen Umweg über die Straße und ist fast eine halbe Stunde unterwegs. Unten fand ich den Strand ungemütlich, einfach nicht schön. Für einen Tag geht das, man kann baden und den Hund baden lassen, Einschränkungen habe ich dort nicht erlebt. Aber schön war es für mich nicht.

Auch das Wandergebiet fand ich mit Hund schwierig. Optisch war es durchaus schön, aber es war extrem ameisenlastig. Entweder wurde Paul von Ameisen überfallen oder ich. Die krabbelten an den Beinen hoch, und irgendwann ist man mehr mit Ameisenabwehr beschäftigt als mit Urlaub.

Für mich bleibt La Pietra ein praktischer Ankunftsplatz nach der Fähre. Für ein oder zwei Nächte okay. Für einen schönen Korsika-Aufenthalt am Meer würde ich ihn nicht mehr wählen.

Camping San Damiano bei Bastia: der bessere Platz zum Ankommen und Verabschieden

Adresse: Camping San Damiano, 1075 Lido de la Marana, 20620 Biguglia. Der Platz liegt südlich von Bastia direkt an der Lagune beziehungsweise am langen Strandbereich von La Marana. Die offizielle Tarifseite nennt für 2026 unter anderem eine kostenpflichtige Platzwahloption ab 29 Euro pro Aufenthalt; Stellplatzpreise hängen von Saison, Personen, Fahrzeug und Zusatzleistungen ab. Der Platz ist laut Betreiber 2026 vom 21. März bis 8. November geöffnet.  

Beim zweiten Korsika-Aufenthalt habe ich für Anreise und Abfahrt Camping San Damiano genutzt. Und ja, das würde ich wieder tun.

Der Platz ist auch riesig und die Lage ist für Spaziergänge mit Hund nicht optimal. Es gibt dort nicht diese schönen Wege, auf denen man mal eben eine Runde laufen kann. Unternehmung gleich null, wenn man ehrlich ist. Aber wenn man mit Hund ankommt und einfach zwei Tage am Strand sitzen will, ist dieser Platz geil. Anders kann ich es nicht sagen.

Ich habe damals ungefähr 20 Euro mit Strom bezahlt. Der Platz war also nicht wesentlich teurer als La Pietra, aber für mich um Klassen schöner. Man kann San Damiano auch bei ungünstigen Fährzeiten nutzen, weil man offenbar vor der Schranke gegen einen kleinen Obolus übernachten kann. Ich selbst musste das nicht machen, weil ich mit der Fähre gegen 14 Uhr angekommen bin.

Der Strand ist ein Traum. Direkt vor dem Campingplatz sitzen natürlich fast alle. Dort würde ich mich mit Hund nicht unbedingt mitten zwischen die Leute setzen, obwohl es nicht verboten war. Aber wenn man fünf Minuten nach rechts weitergeht, hat man unendlich viel Platz. Der Strand ist paradiesisch. Meer, Weite, Sand, Hund, fertig. Man braucht dort nicht viel mehr.

Der Pool ist ebenfalls toll, aber den braucht man eigentlich kaum, weil das Meer direkt da ist. Für Familien mit Kindern ist San Damiano wahrscheinlich ein Paradies: Pool, Spielplatz, Kinderangebote, alles da. Für einen kompletten Familienurlaub kann der Platz vermutlich deutlich teurer werden. Für eine einzelne Person mit Hund, die ein oder zwei Tage ankommen oder Abschied nehmen will, fand ich ihn großartig.

Für mich ist San Damiano der deutlich bessere Ankunfts- und Abschiedsplatz bei Bastia. La Pietra ist praktisch. San Damiano macht Lust auf Korsika.

Am Campingplatz Bastia, atemberaubender Sonnenuntergang

Camping La Trinité bei Bonifacio: schiefe Plätze, toller Pool und eine Wanderung, die einen vom Hocker haut

Adresse: Camping La Trinité, Route de Sartène, 20169 Bonifacio. Die offizielle Tarifseite nennt für 2026 je nach Saison Erwachsene von 6,80 bis 9 Euro, Campingcars, Minibusse und Vans von 5,30 bis 7,30 Euro, Strom von 4 bis 4,20 Euro und Hunde mit 3,50 Euro pro Tag.  

Camping La Trinité liegt zwei bis drei Kilometer von Bonifacio entfernt. Mit dem Fahrrad kommt man wunderbar in die Stadt, das Auto kann stehen bleiben. Das ist in Bonifacio ein echter Vorteil, denn Parken, Verkehr und Wohnmobil sind dort keine Traumkombination.

Der Platz liegt nicht am Meer, sondern direkt im bergigen Hinterland. Er hat einen wunderbaren Pool, wirklich wow. Richtig mega toll. Ich habe ihn auch deshalb gewählt, weil Hunde erlaubt sind, und das ist rund um Bonifacio längst nicht überall selbstverständlich.

Die Bucht Antoine bei Bonifacio, ein bisschen Quatsch muss sein

Zwei Nachteile gibt es. Der Platz liegt direkt an einer Straße, also ist er nicht der leiseste. Es geht, aber man sollte sich einen Stellplatz suchen, der möglichst weit von der Straße weg ist. Außerdem sind die Plätze ziemlich krumm und schief. Wer dort steht, braucht Keile und Gelassenheit.

Trotzdem fand ich den Campingplatz sehr schön. Und der große Grund heißt La Trinité.

Baden in einer hübschen Bucht am La Trinete

Ich glaube, jeder Bonifacio- oder Südkorsika-Besucher sollte einmal bei La Trinité wandern gewesen sein. Das ist der Hammer. Die Wanderung ist sportlich. Nichts für Kinderwagen, nichts für Rollator, nichts für Menschen, die jeden Stein persönlich beleidigend finden. Man muss teilweise ein bisschen kraxeln. Für Hunde ist es machbar, kleine Hunde kann man an schwierigen Stellen einfach drüberheben. Paul hat das gut geschafft.

Man kann auf den Berg La Trinité gehen, und allein diese Runde haut einen schon völlig vom Hocker. Man kann auch einmal um den Berg herumgehen, das sind ungefähr vier Stunden. Es ist einfach mega. Die Aussicht wird man nie wieder vergessen.

Und dann diese Badebuchten. Man wandert durch die Berge, kommt zwischendurch runter ans Wasser und steht plötzlich an Buchten, die einen in die Knie hauen, so schön sind sie. Teilweise ist niemand dort, selbst in der Saison. Kristallblaues Wasser, Berge im Rücken, Hund dabei, Badesachen im Rucksack. Genau dafür fährt man nach Korsika.

Badeschuhe würde ich mitnehmen, dann ist man beim Baden nirgendwo eingeschränkt. Für mich ist La Trinité einer der Plätze, bei denen der Campingplatz selbst gut ist, aber die Umgebung alles entscheidet. Wer schiefe Plätze und etwas Straßenlärm abkann, bekommt hier einen günstigen, hundefreundlichen und strategisch sehr guten Standort für Bonifacio.

Camping des Îles bei Bonifacio: traumhafte Gegend, aber keine Hunde erlaubt

Adresse: Camping des Îles liegt im Raum Bonifacio / Sperone, auf der anderen Seite der Stadt. Den Platz erwähne ich hier nur kurz, weil er für Reisende mit Hund als Übernachtungsplatz ausfällt.

Die Gegend dort ist fantastisch. Wanderwege, Buchten, diese Landschaft, in der man einfach stehen bleibt und erstmal gar nichts sagt. Aber Stand 2025 waren auf Camping des Îles keine Hunde erlaubt. Für mich ist das damit als Campingplatz keine Option.

Trotzdem sollte man die Region anschauen. Von Camping La Trinité kommt man mit dem E-Bike in etwa sechs bis acht Kilometern gut dorthin. Genau deshalb ist La Trinité so praktisch: Man steht mit Hund auf einem Platz, auf dem Hunde erlaubt sind, und kann trotzdem diese unfassbar schöne Gegend auf der anderen Seite von Bonifacio erkunden.

Camping U Farniente bei Bonifacio: schöner Pool, schreckliche Lage

Adresse: Camping U Farniente / Pertamina Village, Route Territoriale 10, 20169 Bonifacio. Camping.info nennt eine Öffnung vom 8. April bis 8. November, Hunde sind demnach in Haupt- und Nebensaison erlaubt, die Entfernung zur nächsten Stadt wird mit 5 Kilometern angegeben und eine Nacht wird dort ab 58 Euro gelistet, wobei Preise je nach Zeitraum und Personen variieren.  

Bei Camping U Farniente bin ich sehr zwiespaltig. Der Campingplatz selbst ist ganz gut. Ich war dort im Mai, weil er einen beheizten Pool hat, und das ist auf Korsika selten. Es war heiß, das Meer war noch zu kalt, ich wollte endlich schwimmen. Der Pool war wirklich schön.

Auch die Stellplätze waren groß, Hunde waren erlaubt, und ich habe im Mai unter 20 Euro bezahlt, ungefähr 15 bis 18 Euro. Das war natürlich mein damaliger Preis und passt nicht unbedingt zu heutigen Plattformpreisen.

Aber die Lage: furchtbar.

Rundherum gibt es eigentlich nur die Hauptstraße und sonst nichts. Keine schönen Wege, keine Wanderwege, gar nichts. Wenn man von dort mit dem Rad nach Bonifacio oder in die schönen Gegenden fahren will, muss man an dieser furchtbaren Hauptstraße entlang. Das ist schrecklich. Schnellstraße, Verkehr, kein schönes Fahrgefühl.

Für mich ist U Farniente deshalb trotz schönem Pool nicht zu empfehlen, wenn man Bonifacio wirklich erleben will. Mit Hund und Rad würde ich dort nicht wieder stehen. La Trinité ist für Bonifacio viel besser, weil man von dort deutlich angenehmer in die Stadt und in die Landschaft kommt.

Camping Tikiti bei Propriano: guter Zwischenstopp, aber der Knaller liegt im Hinterland

Adresse: Camping Tikiti, Route d’Ajaccio, 20110 Propriano. Der Platz wird für 2026 mit Öffnung vom 11. April bis 27. September, 220 Stellplätzen, etwa 600 Metern bis zum Strand und rund 2 Kilometern bis zum Zentrum von Propriano angegeben. Eine Quelle nennt Haustiere als nicht erlaubt, eine andere Campingdatenbank führt Hunde unter bestimmten Bedingungen als möglich; das sollte vor Buchung direkt beim Platz geprüft werden.  

Camping Tikiti bietet sich an, wenn man Propriano anschauen möchte oder auf dem Weg Richtung Westkorsika eine Zwischenstation sucht.

Propriano selbst ist eine Hafenstadt am Golf von Valinco. Es gibt einen Hafen, Restaurants, Strände und eine praktische Lage für Ausflüge. Der Strand dort ist okay. Das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau. Wer zum ersten Mal Korsika sieht, findet ihn wahrscheinlich toll. Aber im Verhältnis zu dem, was Korsika sonst zu bieten hat, ist der Strand für mich eher eine 3.

Der eigentliche Grund, dort zu stehen, ist das Hinterland.

Ich dachte zuerst, die Gegend wäre langweilig. Ich wollte sie eigentlich nur für eine Zwischenübernachtung nehmen. Und dann kam die Überraschung: Von Propriano Richtung Olmeto und weiter in die Berge liegen wunderschöne Dörfer, Ausblicke und Straßen, bei denen man merkt, dass Korsika eben nicht nur Strand kann.

Gigantische Aussicht bei Olmeto

Olmeto sitzt oberhalb des Golfs am Hang. Dazu kommen Orte wie Viggianello, Arbellara, Fozzano, Sainte-Lucie-de-Tallano, Levie und Sartène. Die Region ist voller atemberaubend schöner Dörfer. Vielleicht nicht offiziell acht der zehn schönsten Dörfer Korsikas, aber gefühlt fährt man dort wirklich von einem schönen Ort in den nächsten.

Mit Wohnmobil ist das teils schwierig. Mit dem Fahrrad ist es sehr sportlich. Ich hatte Gott sei Dank Bekannte mit Auto vor Ort, die mich mitgenommen haben. Mit Wohnwagen ist die Gegend deutlich angenehmer, wenn man den Wohnwagen auf dem Campingplatz stehen lässt und mit dem PKW in die Berge fährt.

Camping Tikiti ist also nicht der Platz, den ich wegen des Strandes wählen würde. Er ist ein guter Standort für Propriano und ein überraschend schönes Hinterland.

Camping Chez Antoine bei Olmeto: Baden, Berge und Maultierpfade

Adresse: Camping Chez Antoine, Plage de Campitello, 20113 Olmeto. Die offizielle Tarifseite nennt aktuell unter anderem Erwachsene mit 8 Euro, Campingcar oder Van unter 5 Metern mit 8 Euro, über 5 Metern mit 10 Euro, Strom mit 5 Euro, Tiere mit 2 Euro und Kurtaxe mit 0,50 Euro.  

Camping Chez Antoine hat nichts mit der Bucht Antoine bei Bonifacio zu tun. Der Platz liegt in der Region bei Olmeto / Campitello, direkt am Meer.

Das ist ein Campingplatz, wenn man richtig schön baden will. Mega. Zum Baden ein Traum. Fantastisch.

Aber die Gegend kann mehr als Strand. Oberhalb Richtung Olmeto gehen die Berge hoch, und dort wird es richtig spektakulär. Alte Maultierpfade, schöne Wege, Meerblick, Bergdörfer, diese Mischung aus Wandern und Baden, die Korsika so besonders macht.

Genau das ist die Stärke dieser Region: morgens wandern, nachmittags baden. Oder andersrum, wenn man bei Hitze schlau ist. Unten Meer, oben Berge. Das ist der Wahnsinn.

Mit Wohnmobil ist es teils schwierig, in diese Bergregionen hochzufahren. Die Straßen werden eng, steil und nicht unbedingt entspannter, wenn einem etwas entgegenkommt. Mit Wohnwagen ist man besser dran, wenn man den Wagen unten stehen lässt und mit dem PKW hochfährt. Dann kann diese Region richtig stark sein.

Die T40 durch Sartène: schön anzusehen, aber mit großem Fahrzeug nichts für schwache Nerven

Die T40 führt im Süden Korsikas unter anderem durch den Raum Sartène Richtung Bonifacio. Sartène selbst ist wunderschön anzusehen, aber fahrtechnisch eine gewisse Herausforderung. Ich habe es als Anfängerin geschafft, ja. Aber mit einem riesigen Wohnmobil oder einem Wohnwagen-Gespann würde ich diese Strecke nicht empfehlen.

Man fährt dort durch enge, kurvige Abschnitte, und je nach Route wird es schnell anstrengend. Wer größer unterwegs ist, fährt entspannter von Bastia über die T20 Richtung Ajaccio und plant von dort weiter. Auch diese Strecke ist keine deutsche Bundesstraße im Flachland, aber im Vergleich zur T40 durch Sartène fand ich sie einfacher.

Für Kastenwagen geht vieles noch. Mit großem Wohnmobil wird Korsika schnell speziell. Mit Wohnwagen sollte man sich sehr genau überlegen, welche Strecken man fährt. Manchmal ist es deutlich klüger, den Wohnwagen auf einem guten Platz stehen zu lassen und die Bergdörfer mit dem Auto anzuschauen.

Cargèse: erst hässliche Anfahrt, dann atemberaubende Strände und Calanches

Cargèse, oder wie ich es beim Erzählen immer wieder ausgesprochen habe: Kagis. Wer dort hineinfährt, sollte sich nicht erschrecken. Kurz vor Cargèse kommt man durch eine Gegend, die ich wirklich hässlich fand. Eine der hässlichsten Gegenden, die ich auf Korsika gesehen habe. Mich hat das teilweise an verwahrloste Strände in Süditalien erinnert. Ich war erstmal geschockt.

Die Marina in Cargese, total hübsch

Aber deswegen fährt man auch nicht nach Cargèse.

Man fährt nach Cargèse, um die Calanches von Piana zu erleben, um Bootsausflüge zu machen, um Strände zu sehen, an denen Berge und Meer zusammenkommen, und um diese Westküste zu spüren.

Cargèse selbst ist wunderschön. Nicht mittelalterlich, aber schön. Der Ort hat eine eigene Atmosphäre, tolle Ausblicke und von dort aus erreicht man mit dem Fahrrad viel. Die Campingplätze liegen alle außerhalb, deshalb braucht man unbedingt ein Fahrrad, besser ein E-Bike. Mit Hund kam man überall gut klar, und die Strände rund um Cargèse sind atemberaubend. Berge und Strand zusammen, genau so, wie man sich Korsika vorstellt.

Die Calanques 😍

Von Cargèse aus gibt es Bootsausflüge zu den Calanches. Ich habe zwei verschiedene Ausfahrten mitgemacht, und beide waren Wahnsinn. Hunde konnten mit auf die Boote. Das ist natürlich Gold wert, wenn man nicht allein reist oder den Hund nicht irgendwo lassen kann.

Mit einem guten E-Bike kann man theoretisch von Cargèse nach Piana fahren. Es sind nur etwa 15 Kilometer, aber diese 15 Kilometer haben es in sich. Es geht wirklich hoch. Dreimal am Tag fährt auch ein Bus nach Piana. Und wenn man in Cargèse ist, darf man Piana und die Calanche auf gar keinen Fall auslassen. Das ist mega.

Mit Wohnmobil würde ich nicht nach Piana hochfahren. Das ist nur Stress. Mit Wohnwagen schon gar nicht. Wenn man einen Wohnwagen hat und ihn in Cargèse auf dem Campingplatz stehen lässt, kann man mit dem PKW nach Piana fahren. Genau so hatten wir es dank Bekannten mit Auto, und das war perfekt.

Campingplätze bei Cargèse: Torraccia, Le Mandriale und weitere Plätze im Raum Sagone

Bei Cargèse gibt es mehrere Campingmöglichkeiten, wobei die Plätze nicht alle direkt im Ort liegen. Man braucht ein Fahrrad, um in die Stadt zu kommen. Ich war auf allen drei Plätzen schon, und fand es überall ok.

Camping Torraccia liegt bei Cargèse zwischen Meer und Bergen. Es gibt Stellplätze für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile, Hunde sind erlaubt, außerdem gibt es Pool, Bar, Brotdepot und Strände in der Nähe.

Camping Le Mandriale ist ein kleinerer Platz bei Cargèse, eher Camping auf dem Bauernhof, mit Blick Richtung Meer und Sandbuchten in etwa zwei Kilometern Entfernung. Di

Von Cargèse weiter nach Norden: mit Wohnwagen würde ich es lassen

Von Cargèse weiter nach Norden zu fahren, würde ich persönlich mit großem Wohnmobil nicht machen. Mit Wohnwagen: null. Es gibt viele, die das völlig unbeschwert fahren. Kann man machen. Man sollte aber wissen, was einen erwartet.

Die Westküste nördlich von Cargèse hat gewaltige Überhänge, enge Straßen und Abschnitte, bei denen man auf der falschen Seite fährt, also dort, wo die Überhänge sind. Mit Kastenwagen kann man das noch machen, wenn man sicher fährt und keine Panik bekommt. Mit großem Wohnmobil oder Wohnwagen würde ich das lassen.

Wenn man Westkorsika und Nordkorsika sehen will, würde ich persönlich von Ajaccio über Corte nach Bastia zurückfahren und von Bastia aus den Norden erkunden. Auch dort gibt es schwierige Strecken, aber das ist aus meiner Sicht die angenehmere Lösung.

Mit Wohnwagen ist mein Rat noch klarer: Wohnwagen in Bastia oder eben in Cargese auf einem gut gelegenen Platz stehen lassen und alles Weitere mit dem PKW anschauen. Damit kommt man am besten bei weg.

Solenzara: der Ort ist langweilig, das Flusstal ist wunderschön

Solenzara selbst fand ich total langweilig. Das ist einfach so ein Ort. Nicht schön, nichts Besonderes, eher praktisch als reizvoll.

Aber das Seitental mit dem Fluss, den Campingplätzen, dem Bergblick und den Badegumpen ist wunderschön. Dort kann man richtig gut sein. Für Hunde ist die Gegend toll, weil Wasser, Schatten, Natur und Wege zusammenkommen. Man hat diesen Blick Richtung Berge, kann wandern, baden und mit Hund am Fluss sitzen. Genau dort liegt der Reiz.

Die wichtigen Plätze im Solenzara-Tal sind U Rosumarinu und U Ponte Grossu. Beide liegen an der Route Richtung Bavella und am Fluss Solenzara. Ergänzend gibt es näher am Ort beziehungsweise an der Küste Plätze wie Sole di Sari oder Camping des Nacres, die praktischer zur Stadt liegen, aber für mich nicht dieses besondere Flusstalgefühl haben.

Camping U Rosumarinu bei Solenzara: Fluss, Berge und Badegumpen

Adresse: Camping U Rosumarinu, Route de Bavella, 20145 Sari-Solenzara. Der Platz liegt direkt an der Solenzara auf der Straße Richtung Bavella.

U Rosumarinu ist genau so ein Platz, weshalb man nicht in Solenzara selbst bleibt, sondern ins Tal fährt. Dort ist man am Fluss, mit Bergblick und Badegumpen. Für Hund und Mensch ist das großartig, vor allem wenn es heiß ist.

Man kann dort baden, wandern, sitzen, schauen.

Ich fand es total schön, sowohl zum wandern, als auch zum Baden

Camping U Ponte Grossu bei Solenzara: noch so ein Flussplatz, der für Hunde richtig gut passt

Adresse: Camping U Ponte Grossu, Route de Bavella, km 10, 20145 Sari-Solenzara. Der Platz liegt an der Solenzara, laut Betreiber rund 10 Kilometer von den Stränden und 18 Kilometer vom Bavella-Pass entfernt. Die offizielle Tarifseite nennt je nach Saison Erwachsene von 8 bis 10 Euro, Hunde mit 2 Euro, Campingcars von 12 bis 14 Euro und Caravans von 9 bis 11 Euro.  

U Ponte Grossu liegt ebenfalls im Solenzara-Tal und passt für alle, die Fluss, Berge und Badeplätze suchen. Auch hier ist der große Vorteil nicht Solenzara als Ort, sondern die Kombination aus Wasser, Felsen, Bergblick und Nähe Richtung Bavella.

Für Camping mit Hund ist das eine richtig gute Region. Man muss nicht jeden Tag ans Meer. Gerade im Sommer kann der Fluss viel angenehmer sein, weil der Hund sich abkühlen kann und man selbst nicht ständig am heißen Strand liegt.

Sole di Sari und Camping des Nacres: näher am Ort, aber anders als das Flusstal

Sole di Sari liegt bei Solenzara am Fluss und etwa einen Kilometer von den Stränden entfernt. Der Platz wird als 4-Sterne-Anlage beziehungsweise Ferienpark beschrieben und ist eher komfortorientiert.  

Camping des Nacres liegt näher an der Küste. Die offizielle Tarifseite nennt für 2026 unter anderem Hunde mit 4 Euro, Strom 16 A mit 5,70 Euro und saisonabhängige Stellplatzpreise.  

Diese Plätze kann man erwähnen, wenn man näher an Solenzara, Strand und touristischem Geschehen stehen möchte. Für meinen Geschmack liegt der Reiz aber weiter oben im Tal. Dort wird Solenzara plötzlich schön.

Corte: Camping, Altstadt, Restonica und diese Aussicht

Corte ist ein großartiger Standort, wenn man Korsika nicht nur als Insel mit Stränden sehen will. Die Stadt liegt im Inneren, dramatisch zwischen Bergen, Flüssen und Felsen. Die Altstadt ist schön, man kann abends essen gehen, und oben in den Tälern warten Wanderwege mit wahnsinnig toller Aussicht.

Wer mit Hund reist, sollte in Corte gut auf Lage achten. Ein Campingplatz dicht an der Altstadt ist Gold wert, weil man abends zu Fuß essen gehen kann und nicht immer das Fahrzeug bewegen muss. Gleichzeitig will man natürlich Richtung Restonica-Tal, weil dort die Berge, Flüsse und Wanderwege beginnen.

Camping Alivi di a Restonica bei Corte: nah genug für die Altstadt

Adresse: Camping Alivi di a Restonica, Corte, am Eingang beziehungsweise im Bereich des Restonica-Tals. Die aktuelle Tarifseite nennt Erwachsene mit 9,50 Euro, Campingcar mit 10 Euro, Strom mit 4,50 Euro und Tiere mit 3 Euro.  

Alivi di a Restonica ist einer der Plätze, die sich anbieten, wenn man Corte wirklich besuchen möchte. Er liegt nah genug, um in die Stadt zu kommen und trotzdem schon in dieser typischen Corte-Landschaft mit Bergen, Fluss und Felsen.

Für mich war genau das der Vorteil: Man steht nicht irgendwo weit draußen, sondern kann abends noch in die Altstadt, essen gehen und Corte erleben. Gleichzeitig ist man nah an den Wegen Richtung Restonica.

Camping Restonica bei Corte: einfach, stadtnah und mit Hund interessant

Adresse: Camping Restonica, Corte. Die Tarifseite nennt Erwachsene mit 9 Euro, Campingcar und Minibus/Van mit 9,50 Euro, Strom mit 5 Euro und Hunde mit 0 Euro.  

Camping Restonica ist ebenfalls ein interessanter Platz, wenn man Corte zu Fuß erreichen möchte. Die Preise sind klar und überschaubar, Hunde werden auf der Tarifseite sogar mit 0 Euro geführt.

Der Platz liegt direkt in dieser typischen Corte-Situation: Stadt nah, Berge nah, Fluss nah. Genau das ist für einen Aufenthalt mit Hund stark, weil man nicht immer fahren muss.

Camping de Tuani im Restonica-Tal: mehr Natur, weniger Stadt

Adresse: Camping de Tuani, Vallée de la Restonica, 20250 Corte. Die Tarifseite nennt Erwachsene mit 9,50 Euro, Campingcar mit 9,50 Euro, Fourgon oder VW mit 8,50 Euro, Caravans mit 5 Euro und Strom mit 5 Euro.  

Camping de Tuani liegt weiter im Restonica-Tal. Das ist dann mehr Natur, mehr Tal, mehr Wandern und weniger Stadtbummel. Wer vor allem wegen der Berge, der Flüsse und der Wanderwege kommt, kann dort gut stehen. Wer abends gerne zu Fuß nach Corte zum Essen geht, steht auf den stadtnäheren Plätzen besser.

Corte ist insgesamt eine der Regionen, die man auf Korsika wirklich ernst nehmen sollte. Viele denken zuerst an Meer, Fähre, Strand, Bonifacio und Palombaggia. Aber das Landesinnere ist spektakulär. Die Aussicht dort oben ist fantastisch.

Die Bucht von Rondinara

Palombaggia mit Wohnmobil: atemberaubend schön, viel mehr als nur Strand

Palombaggia gehört zu den Orten auf Korsika, an denen ich am liebsten einfach geblieben wäre. Der Strand ist natürlich berühmt, aber für mich war das Baden nur ein Teil dieser Gegend. Das wirklich Starke sind die Landschaft, die Wege, die Pinien, die Farben und diese Mischung aus Meer, Felsen und stilleren Abschnitten, sobald man sich ein wenig bewegt.

Ich habe dort beide großen Wohnmobilplätze ausprobiert. Sie sind praktisch, weil man nah an dieser einmaligen Küste steht. Wer nur an den Hauptstrand geht, sieht vor allem den bekannten Postkartenstrand. Wer mit Hund ein Stück weiterläuft, erlebt Palombaggia viel intensiver. Die Wanderwege dort sind grenzgenial. Man kann an der Küste entlanggehen, immer wieder öffnen sich neue Blicke aufs Wasser, kleine Buchten, Felsen, Pinien und dieses unfassbare Blau, für das man auf Korsika irgendwann keine vernünftigen Wörter mehr findet.

Mit Hund war Palombaggia für mich wunderschön. Natürlich sollte man sich nicht mitten in die vollste Strandstelle setzen, wenn alle dort liegen. Aber das war überhaupt nicht nötig. Ein Stück weiter wurde es viel entspannter und dann hatte man genau das, was man sich von Korsika mit Hund erhofft: Meer, Platz, Landschaft und Wege, die nicht nach Pflichtprogramm wirken, sondern nach Urlaub.

Für mich ist Palombaggia deshalb kein kurzer Stopp zum Abhaken. Es ist eine Region, in der man baden, laufen, schauen und bleiben möchte.

Rondinara: der Hammer, traumhafte Buchten und viel ruhiger als erwartet

Rondinara war ebenfalls der Hammer. Die Bucht selbst ist wunderschön, rund, türkis und fast zu perfekt, aber auch hier wäre es viel zu kurz gedacht, nur vom Baden zu sprechen. Die ganze Gegend ist traumhaft. Es gibt Buchten, Wege und Ausblicke, die man nicht sieht, wenn man nur am bekannten Hauptbereich bleibt.

Überraschend war für mich, dass es gar nicht überall voll war. Voll war jeweils nur eine einzige Stelle, dort, wo sich die meisten Menschen sammeln. Sobald man weiterging, wurde es ruhig und wunderschön. Genau das ist für Reisen mit Hund entscheidend. Man braucht nicht die perfekte menschenleere Insel. Man braucht Wege und Ausweichmöglichkeiten. Rondinara hatte genau das.

Wandern am Meer von Palombaggia

Die Buchten dort waren traumhaft. Mit Hund konnte man wunderbar unterwegs sein, baden, laufen und immer wieder neue Abschnitte entdecken. Für mich gehört Rondinara zu den Orten, bei denen man versteht, warum Südkorsika so einen Ruf hat. Es ist nicht nur schön, es ist richtig stark.

Camping La Rondinara ist dafür der naheliegende Platz. Wer dort steht, hat nicht einfach einen Campingplatz an einer berühmten Bucht, sondern Zugang zu einer Gegend, die man sich erlaufen sollte. Genau dann wird Rondinara viel größer als das übliche Foto vom türkisfarbenen Wasser.

Camping auf Korsika mit Hund: mein Fazit

Korsika ist mit Hund wunderschön, aber man muss die Campingplätze richtig wählen. Ein Platz kann praktisch sein und trotzdem hässlich liegen. Ein anderer kann schiefe Stellplätze haben und trotzdem der perfekte Ausgangspunkt sein. Ein Strand kann okay sein, aber im Vergleich zu Korsikas Traumstränden nur eine 3. Und manchmal ist ein scheinbar langweiliger Ort plötzlich der Schlüssel zu einer der schönsten Bergregionen der Insel.

Für die Ankunft und Abfahrt bei Bastia würde ich Camping San Damiano wählen. La Pietra ist praktisch, aber der Strand war für mich furchtbar. Für Bonifacio ist La Trinité mein Favorit, weil Hunde erlaubt sind, man mit dem Rad in die Stadt kommt und die Wanderung dort einen vom Hocker haut. U Farniente hat einen tollen beheizten Pool, aber die Lage an der Hauptstraße ist schrecklich. Propriano und Olmeto sind stark, wenn man Baden und Bergdörfer verbinden will. Cargèse lohnt sich wegen Piana, Calanches, Bootsausflügen und Stränden, auch wenn die Anfahrt erstmal abschrecken kann. Solenzara selbst ist langweilig, aber das Flusstal ist wunderschön. Corte ist für Berge, Altstadt und Restonica ein eigener Höhepunkt.

Mit Wohnmobil und besonders mit Wohnwagen muss man auf Korsika ehrlich planen. Manche Straßen sind wunderschön anzusehen und fahrtechnisch trotzdem nichts, was man freiwillig mit großem Fahrzeug machen möchte. Wer mit Wohnwagen reist, fährt entspannter, wenn er ihn stehen lässt und die engen Bergstraßen mit dem PKW anschaut.

Korsika belohnt Menschen, die sich auf die Insel einlassen. Mit Hund heißt das: gute Plätze wählen, Hitze ernst nehmen, Wasser nutzen, Wege prüfen und nicht jedem schönen Namen blind glauben.

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