Radtour mit Hund nach Prerow

Radtour von Zingst nach Prerow

Zur Zeit mache ich mit den Hunden Urlaub in Zingst und das Wetter ist wirklich mega toll. Überall in Deutschland herrscht eine unerträgliche Hitzewelle, aber hier an der Ostsee nicht.

Es ist total perfekt. Warm und herrlich, aber nicht zu heiß.

Die Hunde und ich lieben es total.

Gestern packte ich also die Dackel in den Radkorb und machte mich auf, um das Örtchen Prerow zu besuchen.

Der Radweg dorthin ist wirklich nicht schön. Obwohl noch keine Ferien sind, ist es einfach zu voll, um entspannt radeln zu können. Was auffällt ist aber die riesige Kapazität an Stränden. Jeder Strand hat einen riesigen Parkplatz und etwa jeder zweite Toiletten. Hundestrände gibt es wirklich genug.

Erstmal den Hundestrand erkunden

Prerow ist der wahr gewordene Traum für Hundebesitzer

Hundestrand in Prerow

Genau wie in Zingst ist der Strand hier schneeweiß und extrem sauber und wunderschön durch den atemberaubenden Wald im Hintergrund. Das Wasser ist klar und sauber. Badeschuhe braucht man hier nicht, kein Stein trübt das Badevergnügen. Der Strand ist riesig, es gibt genug Platz für Hunde zum spielen und toben.

Eine ernsthafte Leinenpflicht gab es nicht, Schilder die das regeln, gab es keine. Die Situation war entspannt, wie immer, wenn es irgendwo Platz für jeden gibt.

Es gibt zwei Hundestrände in Prerow

Nordstrand

  • zwischen Strandzugang 37 (Fuchsberg) und 38 (Hohe Düne)  

Westlicher Bereich Richtung Regenbogencamp

  • ab Strandaufgang 49 / Bernsteinweg westwärts bis zum Regenbogencamp
Die Radtour nach Prerow war ein voller Erfolg

Der Darsser Wald mit Leuchturm

Der Darßwald bei Prerow ist kein normaler Spazierwald, sondern einer der eindrucksvollsten Naturbereiche auf dem Darß. Zwischen alten Bäumen, sandigen Wegen, feuchten Senken und dem urwüchsigen Weststrand zeigt sich diese Landschaft deutlich wilder als der gepflegte Ostseestrand im Ort. Wer von Prerow aus zum Darßer Ort möchte, erreicht den Leuchtturm zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Pferdekutsche. Genau diese Mischung macht den Wald so besonders: Er ist Ausflugsziel, Naturraum und Verbindung zwischen Ostseebad und wilder Küste zugleich.

Mit Hund ist der Darßwald wunderschön, aber klar geregelt. Im Nationalpark gilt ganzjährig Leinenpflicht. Für Hundehalter bedeutet das: lange Spaziergänge sind möglich, freies Laufen gehört hier nicht dazu. Gerade mit jagdlich interessierten Hunden ist der Wald spannend, weil überall Wildspuren, Gerüche und Bewegung in der Natur liegen. Eine gut sitzende Leine oder Schleppleine ist deshalb sinnvoller als die Hoffnung auf einen entspannten Freilauf.

Die Kutschfahrt durch den Darßwald ist eine gute Alternative für alle, die den Weg zum Leuchtturm nicht komplett laufen möchten. Besonders bei älteren Menschen, Kindern oder an warmen Tagen kann das angenehm sein. Mit Hund sollte man vorher beim Anbieter nachfragen, ob die Mitnahme möglich ist. Auf einer Linienfahrt sitzen mehrere Gäste zusammen, deshalb zählt nicht nur, ob der eigene Hund freundlich ist, sondern auch, ob genug Platz vorhanden ist und ob andere Fahrgäste damit einverstanden sind.

Radtour im Darsser Wald

Der Weg von Prerow zum Darßer Ort ist deutlich länger, als viele Urlauber zunächst vermuten. Vom Bernsteinweg beziehungsweise aus dem Ortszentrum sind es ungefähr fünf bis sechs Kilometer bis zum Leuchtturm. Hin und zurück kommen also etwa zehn bis zwölf Kilometer zusammen. Wer zusätzlich noch über den Weststrand läuft, landet schnell bei rund 15 bis 18 Kilometern.  

Mit dem Fahrrad empfand ich die Strecke deutlich angenehmer. Der Weg ist größtenteils flach, allerdings merkt man unterwegs immer wieder Baumwurzeln und unebene Stellen. Gerade mit Hund im Fahrradkorb oder Anhänger sollte man etwas langsamer fahren. Komplett glatt wie ein Asphalt-Radweg ist die Strecke nämlich nicht.

Am Darßer Ort wartet mehr als nur der bekannte Leuchtturm. Direkt daneben befindet sich das Natureum, ein Außenstandort des Deutschen Meeresmuseums. Dort gibt es Ausstellungen über die Tiere und Pflanzen des Nationalparks, Aquarien und Informationen zur Ostseeküste.  

Der Leuchtturm selbst stammt aus dem Jahr 1848 und gehört zu den ältesten noch betriebenen Leuchttürmen an der deutschen Ostsee. Im Turm befindet sich zusätzlich eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Leuchtturms.  

Deine Erinnerung mit den Hunden scheint ebenfalls zu stimmen. Hunde dürfen zwar selbstverständlich mit durch den Darßwald und bis zum Leuchtturmgelände kommen, im Nationalpark allerdings ausschließlich angeleint. Für die Innenbereiche des Natureums gelten eigene Regeln.  

Interessant fand ich noch einen Punkt: Der Darßwald umfasst etwa 4.700 Hektar und wird von ungefähr 50 Kilometern Wander-, Rad- und Kutschwegen durchzogen. Deshalb wirkt die Gegend fast wie ein kleiner Urwald an der Ostsee.  

Für einen Hundeurlaub hat mir persönlich besonders gefallen, dass der Weg fast vollständig im Schatten verläuft. Selbst an warmen Sommertagen lässt es sich dort deutlich angenehmer laufen als direkt am Strand. Genau deshalb verstehen viele Besucher inzwischen schon den Weg durch den Darßwald als eigenes Ausflugsziel und nicht nur als Strecke zum Leuchtturm.

Und ja, die Kutschen fahren tatsächlich genau auf diesen Waldwegen zum Darßer Ort. Dadurch können auch Menschen, die keine zehn oder fünfzehn Kilometer laufen möchten, den Leuchtturm bequem erreichen.

Der Leuchtturm Darßer Ort

Der rot-weiße Leuchtturm wurde bereits 1848 erbaut und zählt zu den ältesten noch betriebenen Leuchttürmen an der deutschen Ostseeküste.

Direkt am Turm befindet sich das Natureum des Deutschen Meeresmuseums mit Ausstellungen über die Tierwelt des Darßes, die Ostsee und die Geschichte des Leuchtturms. Außerdem gibt es Aquarien und einen Aussichtspunkt auf dem Turm.

Eintrittspreise im Natureum

Aktuell gelten folgende Eintrittspreise:

  • Erwachsene: 10 Euro
  • Ermäßigte: 8 Euro
  • Kinder von 4 bis 16 Jahren: 6 Euro
  • Kinder unter 4 Jahren: frei

Der Eintritt umfasst das gesamte Gelände mit Ausstellungen und Leuchtturm.

Nach meiner Erinnerung waren Hunde im Innenbereich des Natureums nicht erlaubt. Wer mit Hund unterwegs ist, sollte sich vor dem Besuch noch einmal nach den aktuellen Regelungen erkundigen.

Mein Eindruck

Viele Besucher sehen den Leuchtturm als eigentliches Ziel. Für mich gehört jedoch schon der Weg dorthin zu den schönsten Erlebnissen. Der Darßwald wirkt ruhig, ursprünglich und ganz anders als die typischen Strandpromenaden der Ostsee. Gerade mit Hund und Fahrrad ist dieser Ausflug für mich einer der schönsten rund um Prerow.

Darßer Urwald – warum der Wald bei Prerow so genannt wird

Viele Urlauber sprechen vom Darßer Urwald, obwohl der offizielle Name eigentlich Darßwald lautet. Der Begriff hat sich über die Jahre eingebürgert, weil große Teile des Waldes heute besonders ursprünglich wirken.

Der Darßwald umfasst rund 5.800 Hektar und gehört zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Mecklenburg-Vorpommerns. Er liegt im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und erstreckt sich zwischen Prerow, Born und dem Darßer Ort.

Ist der Darßer Urwald ein echter Urwald?

Ganz streng genommen handelt es sich nicht um einen echten Urwald. Über viele Jahrhunderte wurde der Wald genutzt, gerodet und später wieder aufgeforstet. Schon die pommerschen Herzöge nutzten das Gebiet als Jagdrevier. Später jagten hier schwedische Könige, Hermann Göring und während der DDR-Zeit die politische Führung des Landes.

Seit der Gründung des Nationalparks im Jahr 1990 gilt in weiten Bereichen jedoch das Motto „Natur Natur sein lassen“. Umgestürzte Bäume bleiben liegen, abgestorbenes Holz wird nicht entfernt und der Wald darf sich langsam wieder selbst entwickeln. Genau dieses Bild aus alten Bäumen, Totholz, Farnen und unberührten Bereichen erinnert viele Besucher an einen Urwald.

Woher kommt der Name „Urwald“?

Vor allem der dichte Bewuchs mit Adlerfarn und Königsfarn verleiht dem Wald sein besonderes Aussehen. Zusammen mit den knorrigen Bäumen, den feuchten Senken und den teilweise verwilderten Bereichen wirkt die Landschaft fast wie aus einer anderen Zeit. Deshalb wird der Darßwald seit vielen Jahren umgangssprachlich als Darßer Urwald bezeichnet.

Eine Landschaft, die älter ist als viele vermuten

Vor etwa 3.000 Jahren lag der Meeresspiegel höher als heute. Alte Küstenlinien befinden sich deshalb inzwischen mitten im Wald. Wer aufmerksam unterwegs ist, bewegt sich gewissermaßen durch eine Landschaft, die über Jahrtausende von Wind, Meer und Sand geformt wurde. Noch heute wechseln sich ehemalige Strandwälle mit feuchten Niederungen ab.

Tiere im Darßer Urwald

Der Darßwald ist Lebensraum für Rothirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse und zahlreiche Vogelarten. Besonders bekannt ist die Hirschbrunft im Herbst. Dann lassen sich die Tiere mit etwas Glück beobachten oder hören. Auch Kraniche und Seeadler gehören zur Tierwelt des Nationalparks.

Das Besondere am Darßer Urwald

Viele Wälder werden regelmäßig gepflegt und aufgeräumt. Im Darßwald dürfen dagegen natürliche Prozesse wieder stattfinden. Dadurch verändert sich die Landschaft ständig. Umgestürzte Bäume, neue Pflanzen und die Kraft von Wind und Ostsee prägen das Bild.

Gerade diese Mischung aus Küstenwald, Natur und Wildnis macht den Darßer Urwald für viele Besucher zu einem der schönsten Orte auf Fischland-Darß-Zingst.

An der Seebrücke Prerow

Prerow – eines der schönsten Ostseebäder auf Fischland-Darß-Zingst

Prerow gehört zu den Orten, die ihren ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt haben. Anders als viele moderne Ferienorte besteht Prerow aus alten Straßen, reetgedeckten Häusern, großen Gärten und einem außergewöhnlich schönen Baumbestand. Viele Eichen, Buchen und Ahornbäume verleihen dem gesamten Ort fast einen parkähnlichen Charakter.

Besonders schön finde ich, dass Prerow trotz seiner Beliebtheit noch immer wie ein ehemaliges Fischer- und Seefahrerdorf wirkt. Zwischen den Ferienhäusern stehen viele historische Kapitänshäuser mit ihren typischen Darßer Haustüren. Die bunt bemalten und kunstvoll geschnitzten Türen gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen der Region.

Die alten Kapitänshäuser

Viele der historischen Häuser stammen aus der Zeit, als Prerow noch vom Fischfang und von der Segelschifffahrt lebte. Damals besaßen zahlreiche Kapitäne eigene Häuser mit Reetdach und großen Grundstücken. Diese Gebäude prägen bis heute das Ortsbild.

Charakteristisch sind:

  • Reetdächer
  • weiße Fassaden
  • bunt verzierte Darßer Haustüren
  • große Bauerngärten
  • alte Obstbäume und Rosen

Gerade bei Spaziergängen durch die Nebenstraßen entdeckt man immer wieder wunderschöne Häuser, die fast wie kleine Kunstwerke wirken.

Die Seemannskirche

Zu den bekanntesten Gebäuden Prerows gehört die Seemannskirche. Sie wurde zwischen 1726 und 1728 erbaut und gilt als älteste Kirche auf dem Darß. Ursprünglich war sie ein Fachwerkbau, später erhielt sie ihr heutiges Backsteinmauerwerk.

Im Inneren hängen mehrere historische Modellschiffe. Diese sogenannten Votivschiffe wurden von geretteten Seeleuten aus Dankbarkeit gestiftet. Auch alte Kronleuchter und maritime Erinnerungsstücke erzählen von der langen Seefahrtsgeschichte des Ortes.

Rund um die Kirche befinden sich alte Grabsteine und Kapitänsgräber. An der Friedhofsmauer erinnert außerdem eine Hochwassermarke an die verheerende Sturmflut von 1872, die große Teile Prerows überschwemmte.

Das Darß-Museum

Wer sich für die Geschichte der Halbinsel interessiert, findet im Darß-Museum viele Informationen über die frühere Seefahrt, die Fischerei und die Entwicklung des Ortes. Auch die Tier- und Pflanzenwelt des Darßes wird dort vorgestellt.

Was Prerow für mich besonders macht

Viele Ostseebäder besitzen schöne Strände. Prerow hat zusätzlich eine Atmosphäre, die man nur schwer beschreiben kann. Die Mischung aus alten Kapitänshäusern, großen Bäumen, reetgedeckten Dächern, dem Darßwald und der Nähe zum Weststrand verleiht dem Ort etwas sehr Ruhiges und Ursprüngliches.

Gerade deshalb gehört Prerow für viele Urlauber zu den schönsten Orten an der gesamten deutschen Ostseeküste.


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