
Las Negras mit Hund – mein schönster Ort beim Überwintern in Spanien
Nach vielen schönen Orten in Spanien dachte ich eigentlich, mich könnte so schnell nichts mehr überraschen. Doch dann kam Las Negras im Naturpark Cabo de Gata – und ehrlich gesagt hat mich dieser Ort komplett umgehauen.
Wenn ich meine ganze Reise durch Spanien mit Hund anschaue, dann war das der Ort, der mich am meisten begeistert hat. Die Landschaft, die Ruhe, die Küste, diese Weite – das ist wirklich etwas Besonderes. Hier habt ihr noch ein Video für einen kleinen Überblick Video Dackel Paul in Las Negras
Las Negras ist ein kleiner andalusischer Ort direkt im Naturpark Cabo de Gata-Níjar, einer der wildesten und ursprünglichsten Küstenlandschaften Spaniens. Die Gegend besteht aus vulkanischen Bergen, schwarzen Felsen, kleinen Buchten und einer Küste, die oft völlig unverbaut wirkt.

Schon bei der Anfahrt merkt man, dass diese Landschaft anders ist als viele andere Regionen in Spanien.
Ein kleiner Ort mit erstaunlich viel Leben im Winter
Las Negras selbst ist ein kleines Dorf. Weiße Häuser, ein kleiner Strand, ein paar Restaurants und Cafés. Im Sommer ist hier natürlich deutlich mehr los, aber auch im Winter wirkt der Ort nicht verlassen.
Ein kleiner Laden hat geöffnet, einige Restaurants ebenfalls. Man kann also problemlos einkaufen oder essen gehen.
Viele Menschen kommen im Winter hierher, um in Spanien zu überwintern. Deshalb gibt es auch erstaunlich viele Ferienwohnungen, die in den Wintermonaten relativ günstig vermietet werden.
Ich war auf dem Campingplatz von Las Negras, der wirklich gut organisiert ist. Dort gibt es Stellplätze für Wohnmobile und auch kleine Bungalows.
Die Preise im Winter sind überraschend moderat. Stellplätze liegen ungefähr bei 500 Euro im Monat, und auch die Bungalows kann man für etwa 500 bis 600 Euro monatlich mieten. Meist gilt allerdings eine Mindestmietdauer von rund 30 Tagen.
Für viele Menschen, die den Winter in Spanien verbringen möchten, ist das eine sehr attraktive Lösung.

Wandern direkt an der Küste
Was Las Negras für mich so besonders gemacht hat, waren die Wanderwege entlang der Küste.
Vom Campingplatz aus kann man theoretisch einfach die Straße bis ins Dorf laufen. Aber das wäre wirklich schade, denn die eigentlichen Wege verlaufen oben über den Klippen.
Und genau dort beginnt die Magie dieser Gegend.
Man läuft über schmale Pfade entlang der Felsen, unter sich das Meer, vor sich diese weite Küstenlandschaft. Immer wieder öffnen sich neue Ausblicke auf kleine Buchten und auf das offene Mittelmeer.
Die Farben der Landschaft sind unglaublich intensiv: dunkle vulkanische Felsen, helle Sandwege, das tiefe Blau des Meeres.
Gerade morgens oder abends, wenn die Sonne tief steht, wirkt diese Küste fast unwirklich schön.
Viele Menschen kommen nach Südspanien wegen der Sonnenuntergänge. In Las Negras versteht man sofort warum. Die Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge gehören zu den schönsten Momenten des Tages.

Strände und Badebuchten
Las Negras hat einen eigenen Strand direkt im Ort. Eine große Bucht mit dunklem Sand und Kies, typisch für diese vulkanische Küste.
Im Winter gibt es dort keinerlei Einschränkungen. Für Spaziergänge mit Hund in Spanien ist das perfekt.
Hinter dem Campingplatz gibt es außerdem noch kleinere Badebuchten. Dort beginnen ebenfalls einige sehr schöne Wanderwege durch den Naturpark.
Die Küste wirkt dort besonders wild und naturbelassen.
Einige Menschen gehen im Winter sogar noch ins Wasser. Die Wassertemperatur liegt meist bei etwa 17 oder 18 Grad. Man kann also baden, wenn man möchte – aber viele genießen einfach nur die Sonne und die Landschaft.
Silvester in Las Negras
Ich war über Silvester in Las Negras, und das war eine sehr angenehme Überraschung.
Es gab dort praktisch kein Feuerwerk. Ich habe zumindest keines gehört.
Für Menschen, die mit Hund reisen, ist das natürlich ein riesiger Vorteil. Viele Orte in Spanien sind an Silvester deutlich ruhiger als in Deutschland.
Am Neujahrstag hatte ich sogar 25 Grad. Das ist zwar keine typische Durchschnittstemperatur, aber es zeigt, wie mild das Klima dort sein kann.
Normalerweise liegen die Temperaturen im Winter etwa zwischen 17 und 20 Grad.
Allerdings merkt man auch hier: Sobald die Sonne am Nachmittag tiefer steht, wird es schnell kühler. Ab etwa 15 oder 16 Uhr sinkt die Temperatur deutlich.
Ein wichtiger Tipp für Ferienwohnungen im Winter
Wenn man plant, in Spanien zu überwintern, sollte man bei Ferienwohnungen unbedingt auf eine Sache achten.
Viele Wohnungen in Spanien haben keine richtige Heizung.
Das klingt erst einmal überraschend, ist aber tatsächlich sehr häufig der Fall. Einige Wohnungen haben nur eine Klimaanlage, mit der man auch etwas heizen kann. Andere besitzen gar keine Heizquelle.
Deshalb sollte man unbedingt vorher nachfragen, ob eine Heizung vorhanden ist. Manche Überwinterer bringen sogar ein kleines elektrisches Heizgerät mit.
Gerade in den Abendstunden kann es sonst in der Wohnung ziemlich kühl werden.
Mein persönliches Fazit
Las Negras hat mich wirklich begeistert.
Diese Mischung aus wildem Naturpark, spektakulären Küstenwegen, mildem Winterklima und einem kleinen Ort, der auch im Winter noch lebt, ist etwas ganz Besonderes.
Für mich gehört Las Negras zu den schönsten Orten für Reisen mit Hund in Spanien.
Wenn jemand einen Ort sucht, um in Spanien zu überwintern, und gleichzeitig jeden Tag in einer beeindruckenden Natur wandern möchte, dann ist diese Gegend wirklich eine der besten, die ich auf meiner Reise entdeckt habe.
Und ehrlich gesagt hätte ich dort problemlos noch viel länger bleiben können. Ganz in der Nähe dort ist Los Escullos




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