
Die schlechtesten Hundestrände an der Ostsee, meine ganz persönliche Liste
Nach vielen Reisen mit Hund an die Ostsee haben sich bei mir natürlich auch ein paar Strände angesammelt, die ich kein zweites Mal besuchen würde. Das ist ausdrücklich meine persönliche Meinung. Andere Hundehalter sehen manches vielleicht anders. Für mich zählt vor allem eine einfache Erreichbarkeit, ein entspannter Zugang zum Wasser und eine Atmosphäre, in der Hund und Mensch wirklich Urlaub machen können.
Platz 1: Travemünde, Hundestrand am Brodtener Ufer
Dieser Strand in Travemünde ist für mich mit Abstand die größte Enttäuschung an der Ostsee. Allerdings kann man dort kostenlos parken und super tolle Radtouren machen und toll spazieren gehen
Das eigentliche Problem liegt im Zugang zum Wasser. Zwischen Strand und Meer liegen große Steine. Damit Hunde trotzdem ins Wasser gelangen können, wurde ein schmaler Steg gebaut. In der Theorie klingt das clever. In der Realität habe ich dort bisher kaum einen Hund erlebt, der freiwillig über diesen Steg ins Wasser gelaufen ist.
Viele Hunde versuchen stattdessen, über die Steine ans Meer zu gelangen. Dabei rutschen sie ab oder treten mit den Pfoten zwischen die scharfkantigen Steine. Für mich wirkt das eher wie eine Notlösung als wie ein wirklich hundefreundlicher Strand.
Ein Hundestrand sollte für Hunde intuitiv und angenehm sein. Genau dieses Gefühl hatte ich dort nie.
Platz 2: Ahlbeck auf Usedom
Ahlbeck liegt direkt vor der polnischen Grenze und gehört zu den Kaiserbädern auf Usedom. Landschaftlich ist die Gegend wunderschön, man kann sensationell gut auf Usedom wandern, diesbezüglich hab ich echt gute Erfahrungen gemacht. Der Hundestrand selbst hat mich allerdings überrascht.
Während meines Besuchs galt dort Leinenpflicht. Das allein wäre für mich noch kein Problem gewesen. Besonders seltsam wurde es allerdings beim Baden. Praktisch alle Hunde standen angeleint im Wasser. Spielzeuge wurden ins Meer geworfen und überall kreuzten sich die Schleppleinen.
Dazu kamen zahlreiche Hinweisschilder mit deutlichen Warnungen vor hohen Bußgeldern bei Verstößen gegen die Leinenpflicht. Die Atmosphäre wirkte auf mich eher angespannt als entspannt.
Für einen gemütlichen Strandtag mit Hund hatte ich mir etwas anderes vorgestellt.
Platz 3: Nienhagen
Nienhagen wird oft wegen seines Gespensterwaldes gelobt. Der Hundestrand selbst konnte mich dagegen nicht überzeugen.
Der Untergrund ist stellenweise steinig und für empfindliche Hundepfoten nicht besonders angenehm. Dazu kommt, dass der Weg zum eigentlichen Hundebereich relativ lang sein kann. Insgesamt fehlte mir dort einfach das Gefühl eines entspannten Badetages.
Platz 4: Surendorf
Surendorf ist bei Wassersportlern beliebt. Für Hunde sehe ich den Strand etwas kritischer.
Der steinige Untergrund ist gerade für kleine Hunde oder ältere Hunde nicht ideal. Wer einen klassischen feinen Sandstrand sucht, wird hier wahrscheinlich enttäuscht.
Mein Fazit
Zum Glück gibt es an der Ostsee deutlich mehr schöne als enttäuschende Hundestrände. Lensterstrand, Boltenhagen, Rerik oder einige Abschnitte auf Fehmarn haben mir persönlich wesentlich besser gefallen.
Vielleicht sieht deine Liste ganz anders aus. Genau das macht Reisen mit Hund so spannend. Jeder Hund hat andere Vorlieben und manchmal entscheidet schon ein einzelnes Erlebnis darüber, ob man einen Strand liebt oder nie wieder besucht.


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