
Urlaub mit Hund in Rapallo, Ligurien – zwischen Riviera-Flair und überraschenden Einschränkungen
Rapallo gehört zu den bekanntesten Orten an der italienischen Riviera. Die Stadt liegt an der ligurischen Küste zwischen Genua und Portofino und gilt für viele Reisende als Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Riviera di Levante. Auch ich habe Rapallo während meiner Reise durch Ligurien besucht, zusammen mit meinem Dackel Paul.
Der Ort besitzt zweifellos Charme. Gleichzeitig hat mich Rapallo an einigen Stellen überrascht, vor allem wenn man mit Hund unterwegs ist. Manche Dinge funktionieren sehr gut, andere wirken eher ungewöhnlich oder sogar ein wenig absurd.

Ankunft in Rapallo
Mein Campingplatz lag direkt neben der Autobahn. Das hat leider sofort einen Teil der Urlaubsstimmung genommen. Die Geräuschkulisse war dauerhaft präsent und von der entspannten Atmosphäre, die man sich an der italienischen Riviera erhofft, war dort wenig zu spüren.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Rapallo selbst uninteressant wäre. Die Stadt besitzt eine lebendige Atmosphäre und wirkt deutlich größer und lauter als viele der kleinen Orte entlang der ligurischen Küste.
Rapallo ist eine typische Riviera-Stadt: dicht bebaut, mit vielen bunten Häusern entlang der Uferpromenade. Palmen säumen den Hafen, kleine Boote liegen im Wasser und Cafés reihen sich entlang der Promenade. Gerade am Abend entsteht eine lebendige Stimmung, wenn Einheimische und Besucher durch die Altstadtgassen schlendern.

Die bunten Häuser von Rapallo
Was Rapallo wirklich schön macht, sind die Gebäude entlang der Küste. Die Häuser zeigen genau das Bild, das viele Menschen mit Ligurien verbinden: hohe Fassaden in warmen Farben, Fensterläden in Grün oder Blau und kleine Balkone mit Blumen.
Wenn man durch die Altstadt läuft, entdeckt man immer wieder kleine Plätze, enge Gassen und historische Gebäude. Besonders markant ist die kleine Burg direkt am Wasser, das Castello di Rapallo, das auf einem Felsen im Meer steht. Es gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der Stadt.
Gerade für einen Spaziergang mit Hund eignet sich die Promenade gut. Viele Menschen sind mit ihren Hunden unterwegs und die Atmosphäre wirkt lebendig, aber entspannt.
Wandern oberhalb von Rapallo
Ein interessanter Ausflug führt mit der Seilbahn hinauf in die Berge oberhalb der Stadt. Die kleine Bahn bringt Besucher auf eine Anhöhe oberhalb von Rapallo. Dort oben befinden sich einige Restaurants und mehrere Wanderwege.
Ich bin mit Paul hinaufgefahren und habe dort eine kleine Wanderung gemacht. Hunde dürfen hier problemlos mitkommen, allerdings darf man in den Restaurants meist nur draußen sitzen, wenn man einen Hund dabeihat.
Die Wanderwege führen durch mediterrane Wälder und über Hügel oberhalb der Küste. Die Landschaft ist ruhig und angenehm zum Laufen. Allerdings hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr spektakuläre Ausblicke erhofft.
Beim Wandern sieht man das Meer kaum. Die Wege verlaufen überwiegend durch Waldgebiete oder entlang der Hügel, sodass sich nur selten freie Blicke zur Küste öffnen. Die Tour war angenehm, aber sie gehörte für mich nicht zu den eindrucksvollsten Wanderungen Liguriens.
Der Hundestrand in Rapallo
Eine der größten Überraschungen erlebte ich am Strand von Rapallo. Offiziell gibt es hier einen Strandabschnitt, an dem Hunde erlaubt sind. Der Zugang kostet allerdings rund 20 Euro.
Das wäre grundsätzlich noch nachvollziehbar, wenn der Strand wirklich hundefreundlich wäre. Der seltsame Teil kommt erst danach: Hunde dürfen dort zwar mit hinein, aber sie dürfen nicht im Meer baden.
Das wirkt ehrlich gesagt ziemlich absurd. Ein Hundestrand, an dem Hunde nicht ins Wasser dürfen, ist für viele Hundebesitzer kaum sinnvoll. Für mich war das eine sehr merkwürdige Regelung.
Der kleine Hundestrand Richtung Portofino
Wenn man von Rapallo ein Stück in Richtung Portofino fährt, findet man einen kleinen Strandabschnitt, an dem Hunde tatsächlich ins Wasser dürfen.
Allerdings handelt es sich dort um einen groben Kiesstrand. Der Boden besteht aus großen Steinen, die ziemlich unbequem sind. Wer dort einen ganzen Strandtag verbringen möchte, wird schnell merken, dass dieser Strand eher praktisch als gemütlich ist.
Man kann dort mit seinem Hund ins Wasser gehen und gemeinsam baden, aber zum längeren Verweilen eignet sich dieser Platz kaum. Trotzdem ist es zumindest eine Möglichkeit, mit seinem Hund ans Meer zu gehen.
Rapallo als Ausgangspunkt für Ligurien
Rapallo liegt an einer strategisch günstigen Stelle der ligurischen Küste. Von hier aus erreicht man viele berühmte Orte relativ schnell. Besonders Portofino, Santa Margherita Ligure oder auch die Dörfer der Cinque Terre sind von Rapallo aus gut erreichbar.
Viele Reisende nutzen Rapallo deshalb als Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Riviera di Levante. Die Stadt besitzt einen Bahnhof und liegt an der wichtigen Küstenlinie, über die man viele Orte bequem erreichen kann.
Auch mit dem Auto ist Rapallo gut angebunden. Die Autobahn verläuft direkt oberhalb der Stadt und verbindet die Riviera mit Genua und der toskanischen Küste.
Unterwegs mit Dackel Paul
Für Paul war Rapallo zu stressig. Auf der Promenade und in den Gassen begegnet man ständig Menschen und anderen Hunden.
Die Wanderung oberhalb der Stadt hat ihm ebenfalls gefallen. Die Wege sind gut zu laufen und führen durch ruhige Waldgebiete. Für eine entspannte Tour mit Hund eignet sich diese Gegend durchaus.
Beim Strandthema musste ich allerdings etwas improvisieren. Die Regelungen in Rapallo sind für Hundebesitzer teilweise ungewöhnlich. Deshalb lohnt es sich, vorher genau zu schauen, wo Hunde wirklich ins Wasser dürfen.
Fazit: Rapallo mit Hund
Rapallo ist eine lebendige Riviera-Stadt mit schönen Häusern, einer langen Promenade und einer guten Lage für Ausflüge entlang der ligurischen Küste. Für einen Tagesbesuch mit Hund eignet sich der Ort durchaus.
Die Wanderung oberhalb der Stadt bietet eine angenehme Möglichkeit, etwas Natur zu erleben. Gleichzeitig gehört Rapallo für mich nicht zu den spektakulärsten Orten Liguriens.
Auch die Strandsituation für Hunde ist eher kompliziert. Ein Hundestrand, an dem Hunde nicht baden dürfen, sorgt bei vielen Besuchern für Verwunderung.
Mein persönlicher Eindruck: Rapallo ist ein Ort, den man sich gut einen Tag anschauen kann. Danach lohnt es sich, weiter entlang der ligurischen Küste zu fahren und die vielen anderen Orte dieser Region zu entdecken.




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