Contra

Meine Reise mit Hund zur Verzasca-Staumauer bei Contra – James Bond, See und der Beginn des Verzascatals

Kaum ein Ort im Tessin ist so bekannt wie die Staumauer bei Contra, oberhalb von Gordola am Eingang des Verzascatals. Die gewaltige Mauer staut den Fluss Verzasca zum Lago di Vogorno und gehört zu den eindrucksvollsten Bauwerken der Region.

Weltberühmt wurde dieser Ort durch eine Szene aus dem James-Bond-Film GoldenEye. Gleich zu Beginn des Films springt Bond von der Staumauer aus 220 Metern Höhe in die Tiefe. Der Stunt gilt bis heute als einer der spektakulärsten der Filmgeschichte. Die Staumauer selbst wurde in den 1960er-Jahren gebaut und erreicht ebenfalls rund 220 Meter Höhe, wodurch sie zu den höchsten Staumauern der Schweiz zählt.

Heute kann man hier tatsächlich selbst springen. Der sogenannte GoldenEye-Bungee-Jump zieht jedes Jahr Besucher aus aller Welt an, die diesen besonderen Adrenalinkick erleben wollen.

Ein beeindruckendes Bauwerk am Eingang des Verzascatals

Als ich während meiner Reise im Tessin mit Dackel Paul hier angekommen bin, war der erste Eindruck tatsächlich beeindruckend. Die Mauer wirkt riesig, fast monumental, und der Blick von oben in das Tal ist spektakulär. Unterhalb der Staumauer fällt das Gelände steil ab, während sich dahinter der tiefgrüne Lago di Vogorno zwischen den Bergen ausbreitet.

Der See liegt eingebettet zwischen steilen Hängen und dunklen Wäldern. Besonders bei sonnigem Wetter leuchtet das Wasser in intensiven Grün- und Blautönen. Von der Staumauer aus sieht man weit über das Tal und in Richtung Lago Maggiore.

Viele Besucher kommen genau wegen dieser Aussicht hierher. Manche beobachten die Bungee-Springer, andere spazieren einfach über die Staumauer und genießen den Blick auf den See.

Ein Ort mit viel Aufmerksamkeit

Durch die berühmte Filmszene ist dieser Ort zu einem echten Touristenmagneten geworden. Gerade an sonnigen Tagen stehen viele Besucher auf der Staumauer oder schauen den Springern beim Absprung zu.

Als ich dort mit Dackel Paul unterwegs war, fiel mir schnell auf, dass sich hier ein ganz eigenes Publikum trifft. Manche sind wegen des Films gekommen, andere wollen selbst springen oder einfach diesen berühmten Ort sehen.

Die Atmosphäre wirkt dadurch ein wenig anders als in vielen anderen Teilen des Tessins. Statt eines ruhigen Naturortes spürt man hier eher eine Mischung aus Sehenswürdigkeit, Aussichtspunkt und Abenteuer-Location.

Meine persönliche Erfahrung vor Ort

Trotz der beeindruckenden Höhe und der spektakulären Geschichte hat mich der Ort selbst ein wenig zwiespältig zurückgelassen. Als ich mit Paul dort stand und auf den See geschaut habe, fand ich die Aussicht zwar schön, aber die Umgebung wirkte auf mich eher etwas karg.

Das Tal zeigt hier noch nicht wirklich seine berühmte Landschaft. Die Hänge sind steil, der See liegt tief zwischen den Bergen, und die Natur wirkt noch relativ rau.

Während meiner Reise hatte ich deshalb schnell das Gefühl, dass dieser Ort eher ein Auftakt zum Verzascatal ist als sein eigentliches Highlight.

Das Verzascatal beginnt erst weiter hinten

Wer wirklich verstehen möchte, warum das Valle Verzasca zu den schönsten Tälern im Tessin gehört, sollte unbedingt noch weiter in das Tal hineinfahren.

Nur wenige Kilometer hinter der Staumauer verändert sich die Landschaft spürbar. Der Fluss wird sichtbar, das Wasser leuchtet in seinem berühmten türkisgrünen Farbton und die ersten kleinen Dörfer erscheinen zwischen den Hängen.

Als ich mit Dackel Paul weiter in Richtung Lavertezzo gefahren bin, begann genau dort die Landschaft, die dieses Tal so besonders macht. Alte Steinbrücken überspannen den Fluss, Wanderwege führen entlang des Wassers und zwischen den Bergen liegen kleine Dörfer mit jahrhundertealter Geschichte.

Hier entstehen die Bilder, die viele Menschen mit dem Verzascatal verbinden.

Wandern und Natur im Verzascatal

Das Tal bietet zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen und Spaziergänge mit Hund. Wege führen entlang des Flusses, durch Wälder oder hinauf zu Aussichtspunkten über die Berglandschaft.

Auch Mountainbike-Routen und längere Wandertouren sind im Verzascatal sehr beliebt. Besonders reizvoll ist dabei die Kombination aus klaren Bergflüssen, alten Steinbrücken und ursprünglichen Dörfern.

Während meiner Reise mit Paul wurde mir schnell klar, dass genau diese Landschaft den eigentlichen Charakter des Tales ausmacht.

Ein berühmter Ort mit gemischtem Eindruck

Die Verzasca-Staumauer bei Contra bleibt ein beeindruckendes Bauwerk und ein Ort mit großer Bekanntheit. Die Geschichte des James-Bond-Sprungs hat diesem Platz weltweite Aufmerksamkeit gebracht.

Gleichzeitig gehört dieser Ort für mich eher zu den Stationen, die man kurz besucht, bevor man weiter in die Natur des Verzascatals fährt.

Als ich dort mit Dackel Paul unterwegs war, war die Staumauer interessant zu sehen. Doch die wirkliche Schönheit dieses Tales beginnt erst weiter hinten – dort, wo der Fluss zwischen Felsen fließt, alte Steinbrücken das Wasser überspannen und kleine Bergdörfer ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben.

Genau dort zeigt das Verzascatal sein wahres Gesicht: still, wild und beeindruckend.


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Eine Antwort zu „Contra“

  1. […] Contra, Lavertezzo, Sonogno und natürlich Corippo. […]

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