
Gargano Nationalpark mit Hund – Vieste, Küstenwanderungen und der Lost Place Ivo Monti
Nach der Toskana hat mich meine Reise weiter in den Nationalpark Gargano geführt. Diese Region liegt im Norden von Apulien und fühlt sich komplett anders an als die sanften Hügel der Toskana. Hier dominieren schroffe Küsten, weiße Felsen und das tiefblaue Wasser der Adria.
Übernachtet habe ich in Vieste, einem kleinen Küstenort auf einer felsigen Landzunge. Ich war in der Vorsaison dort unterwegs, was sich als großer Vorteil herausgestellt hat. Es war bereits angenehm warm, aber der Ort wirkte noch ruhig und entspannt.
Mit Dackel Paul konnte ich dort lange Spaziergänge unternehmen, ohne dass es überfüllt war.
Vieste – weißes Dorf über dem Meer
Vieste gehört zu den schönsten Orten im Gargano. Die Altstadt liegt auf einem Felsen direkt über der Adria. Enge Gassen, weiße Häuser und kleine Plätze ziehen sich bis zum Rand der Klippen.
Wenn man durch die Altstadt läuft, öffnen sich immer wieder Blicke auf das Meer. Besonders am Abend entsteht dort eine unglaubliche Atmosphäre, wenn das Licht langsam über den Felsen und dem Wasser weicher wird.

Der Ort hat außerdem einen langen Strand, der sich südlich der Stadt entlangzieht. Dort war ich oft mit Paul unterwegs. Gerade in der Vorsaison kann man dort wunderbar spazieren gehen.
Spaziergänge entlang der Klippen
Was mir im Gargano besonders gefallen hat, waren die Wege entlang der Felsküste. Von Vieste aus führen immer wieder kleine Pfade über die Klippen.
Paul und ich sind dort häufig unterwegs gewesen. Der Weg verläuft über die Felsen, manchmal durch niedrige Vegetation und immer mit Blick auf das Meer.
Diese Spaziergänge waren wirklich spektakulär. Unter einem brechen die Wellen an den Felsen, während sich die Küste in langen Bögen entlangzieht.
Man läuft dort mit einem unglaublichen Panorama über die Adria.
Der Lost Place Ivo Monti
Ein Ort, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist, liegt etwas außerhalb von Vieste: Ivo Monti.
Dabei handelt es sich um einen verlassenen Militärstützpunkt, der heute zu einem echten Lost Place im Gargano geworden ist. Die Anlage liegt auf einem Hügel über der Küste und wurde früher militärisch genutzt, vermutlich als Beobachtungs- oder Radarstandort.
Heute ist der Ort verlassen.
Die Gebäude stehen noch, doch die Natur hat sich einen großen Teil des Geländes zurückerobert. Gleichzeitig haben Graffiti-Künstler diesen Ort entdeckt. Viele Mauern sind inzwischen mit riesigen Wandbildern und farbigen Graffiti bedeckt.
Als ich dort angekommen bin, war ich ehrlich gesagt überrascht. Zwischen den alten Betonbauten entstehen plötzlich ganze Galerien aus Street Art.
Ich habe dort unzählige Fotos gemacht. Die Mischung aus verlassenen Gebäuden, bunten Graffiti und dem Blick über das Meer wirkt fast surreal.
Paul fand den Ort übrigens auch spannend. Für ihn war es einfach ein riesiges Gelände zum Erkunden.
Geschichte des Militärgeländes
Die Anlage bei Ivo Monti stammt aus der Zeit, in der entlang der Küsten des Gargano mehrere militärische Einrichtungen betrieben wurden. Sie dienten der Überwachung der Adria und hatten strategische Bedeutung während verschiedener militärischer Phasen des 20. Jahrhunderts.
Als diese Anlagen später aufgegeben wurden, blieben viele Gebäude einfach zurück.
Heute sind einige dieser Orte verfallen, andere haben sich – wie Ivo Monti – zu ungewöhnlichen Lost Places entwickelt, die immer wieder Fotografen, Abenteurer und Street-Art-Künstler anziehen.


















Gerade diese Mischung aus Geschichte, Verfall und Kunst macht den Ort so interessant.
Gargano – eine überraschend wilde Küste
Der Nationalpark Gargano hat mich insgesamt sehr beeindruckt. Die Landschaft wirkt rauer und wilder als viele andere Küstenregionen Italiens.
Hohe Felsen, versteckte Buchten und lange Küstenstraßen prägen das Bild. Immer wieder öffnet sich der Blick auf kleine Strände oder steile Klippen.
Mit Hund lässt sich diese Region wunderbar erkunden, besonders außerhalb der Hochsaison.
Für mich waren die Tage in Vieste eine perfekte Mischung aus Strand, Küstenwanderungen und kleinen Entdeckungen wie dem Lost Place Ivo Monti.
Und während Paul und ich oben auf den Klippen standen und über das weite Meer geschaut haben, hatte dieser Ort genau das Gefühl, das man sich von einer Reise nach Süditalien erhofft: viel Natur, überraschende Orte und dieses besondere Licht über der Adria.
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