Nach Portofino mit Hund

Urlaub mit Hund in Portofino, Ligurien – Wandern zwischen bunten Häusern und spektakulären Küstenwegen

Portofino gehört zu den berühmtesten Orten der italienischen Riviera. Das kleine Fischerdorf liegt auf einer Halbinsel südlich von Rapallo und gilt seit Jahrzehnten als einer der elegantesten Orte Liguriens. Gleichzeitig besitzt Portofino eine erstaunlich entspannte Atmosphäre.

Ich habe Portofino während meiner Reise durch Ligurien mit meinem Dackel Paul besucht. Nach dem lebhaften Rapallo wirkte der Ort sofort ganz anders. Ruhiger, überschaubarer und unglaublich charmant.

Ein kleines Dorf voller Farben

Portofino ist kein großer Ort. Der Hafen bildet das Zentrum des Dorfes. Rund um die kleine Bucht stehen hohe, schmale Häuser in warmen Farben. Gelb, Ocker, Rosa oder Terrakotta prägen das Bild. Vor den Fassaden liegen kleine Boote im Wasser und Cafés und Restaurants säumen den Hafen.

Genau diese Szenerie macht Portofino zu einem der bekanntesten Fotomotive der italienischen Riviera. Trotzdem wirkt der Ort überraschend entspannt. Selbst im August, also mitten in der Hauptsaison, blieb die Atmosphäre angenehm.

Man kann hier wunderbar zu Fuß durch die Gassen schlendern, an der Hafenpromenade sitzen oder einfach die Aussicht genießen. Gerade mit Hund ist das sehr angenehm, weil der Ort überschaubar ist und man sich entspannt bewegen kann.

Die Natur rund um Portofino

Was viele Besucher zunächst gar nicht wissen: Die eigentliche Stärke von Portofino liegt in der Landschaft rund um das Dorf. Die gesamte Halbinsel gehört zum Parco Naturale Regionale di Portofino, einem geschützten Naturgebiet mit einem großen Netz an Wanderwegen.

Genau diese Wege machen Portofino für Wanderer so attraktiv. Die Halbinsel besteht aus steilen Hügeln, mediterranen Wäldern und spektakulären Küstenklippen. Immer wieder öffnen sich Panoramablicke über das Ligurische Meer.

Für einen Wanderurlaub mit Hund gehört diese Region zu den schönsten Küstenlandschaften Italiens.

Wanderungen mit spektakulären Ausblicken

Rund um Portofino beginnen mehrere bekannte Wanderwege. Besonders beliebt ist die Strecke von Portofino nach San Fruttuoso. Dieser Weg führt durch dichte mediterrane Wälder und immer wieder an steilen Küstenhängen entlang. Unterwegs öffnen sich beeindruckende Ausblicke auf das tiefblaue Meer.

San Fruttuoso selbst ist ein kleines Dorf, das nur zu Fuß oder per Boot erreichbar ist. In einer kleinen Bucht liegt dort eine historische Abtei direkt am Wasser. Viele Wanderer verbinden diesen Weg mit einer Bootsfahrt zurück nach Portofino.

Eine weitere bekannte Wanderung führt von Portofino zum Leuchtturm Punta del Capo. Dieser Weg ist kürzer, bietet aber wunderschöne Ausblicke auf das offene Meer. Am Leuchtturm befindet sich eine kleine Terrasse mit Café, von der aus man weit über die Küste schauen kann.

Besonders spektakulär sind auch die Höhenwege rund um den Monte di Portofino. Von dort oben blickt man gleichzeitig auf mehrere Seiten der ligurischen Küste. Das Meer wirkt aus dieser Perspektive fast endlos.

Diese Kombination aus mediterranen Wäldern, steilen Felsen und weitem Meerblick macht die Wanderungen rund um Portofino so besonders.

Unterwegs mit Dackel Paul

Für Paul waren die Wanderungen auf der Halbinsel ein echtes Abenteuer. Die Wege führen durch schattige Wälder, über steinige Pfade und immer wieder zu Aussichtspunkten über dem Meer.

Gerade für Hunde ist diese Landschaft spannend. Überall gibt es neue Gerüche, kleine Pfade und abwechslungsreiche Strecken. Gleichzeitig bieten viele Wege angenehme Steigungen, sodass auch kleinere Hunde gut mithalten können.

Die mediterrane Vegetation sorgt außerdem für viel Schatten, was bei Wanderungen im Sommer sehr angenehm ist.

Der Hundestrand bei Santa Margherita Ligure

Ein Thema, das man bei Reisen mit Hund an der ligurischen Küste immer beachten sollte, sind die Strände. Die meisten Strandabschnitte gehören zu privaten Strandbädern. Hunde sind dort häufig nur eingeschränkt erlaubt.

Zwischen Rapallo und Portofino liegt bei Santa Margherita Ligure ein kleiner Abschnitt, an dem Hunde ins Wasser dürfen. Das ist praktisch, wenn man seinem Hund eine Abkühlung im Meer ermöglichen möchte.

Allerdings handelt es sich dort um einen sehr groben Kiesstrand. Große Steine prägen den gesamten Strandbereich. Für einen entspannten Badetag eignet sich dieser Platz nur eingeschränkt.

Man kann dort mit seinem Hund ins Wasser gehen, aber zum längeren Liegen oder Verweilen ist der Strand eher unbequem.

Wer einen klassischen Badeurlaub mit Hund plant, findet in Ligurien insgesamt nur wenige wirklich komfortable Strände.

Portofino als Wanderziel

Für mich liegt der eigentliche Reiz von Portofino deshalb nicht am Strand, sondern in der Landschaft. Die Halbinsel gehört zu den schönsten Wandergebieten der ligurischen Riviera.

Die Kombination aus kleinen Dörfern, mediterraner Natur und spektakulären Küstenblicken macht jede Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.

Nach einer Tour kann man anschließend wieder in das kleine Hafenbecken von Portofino zurückkehren, einen Espresso trinken und den Blick über die bunten Häuser schweifen lassen.

Die besondere Anreise nach Portofino

Eine Besonderheit von Portofino ist allerdings die Anreise mit dem Auto. Der Ort liegt am Ende einer schmalen Küstenstraße und ist bewusst stark vom Autoverkehr abgeschirmt.

Direkt im Dorf gibt es praktisch keine normalen Parkmöglichkeiten für Besucher. Die Zufahrt wird reguliert und viele Fahrzeuge müssen bereits vorher stoppen. Wer mit dem Auto unterwegs ist, stellt sein Fahrzeug meist in Santa Margherita Ligure oder Rapallo ab.

Von dort fahren regelmäßig Busse nach Portofino. Viele Besucher nutzen auch das Fahrrad oder kommen zu Fuß entlang der Küstenstraße. Ich bin damals mit dem Fahrrad gefahren, was sich tatsächlich als sehr angenehme Lösung erwiesen hat.

Eine weitere Möglichkeit ist das Boot. Von Rapallo oder Santa Margherita fahren regelmäßig kleine Ausflugsboote in den Hafen von Portofino. Diese Anreise über das Meer gehört für viele Besucher sogar zu den schönsten Wegen, den Ort zu erreichen.

Wer also Urlaub mit Hund in Portofino plant, sollte wissen: Die direkte Anfahrt mit dem Auto funktioniert nur eingeschränkt. Der Ort bleibt dadurch angenehm ruhig und wirkt viel entspannter als viele andere Riviera-Städte.

Fazit: Portofino mit Hund

Portofino gehört zu den charmantesten Orten an der italienischen Riviera. Der kleine Hafen, die bunten Häuser und die entspannte Atmosphäre machen den Ort zu einem echten Highlight.

Noch beeindruckender ist allerdings die Landschaft rund um das Dorf. Die Wanderwege im Naturpark von Portofino bieten spektakuläre Ausblicke auf die ligurische Küste und zählen zu den schönsten Küstenwanderungen Italiens.

Für Badeurlaub mit Hund eignet sich diese Region nur eingeschränkt. Wer jedoch eine Kombination aus Wandern, Natur und einer wunderschönen Küstenlandschaft sucht, findet in Portofino eine der attraktivsten Regionen Liguriens.

Für mich und meinen Dackel Paul war Portofino deshalb einer der Orte, die man an der Riviera unbedingt gesehen haben sollte.


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4 Antworten zu „Nach Portofino mit Hund“

  1. […] farbenfroh und die Promenade ist sehr lebendig. Gleichzeitig wirkt Camogli ganz anders als Orte wie Portofino oder […]

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  2. […] Züge in Richtung Monterosso, Vernazza oder Riomaggiore. Auch Orte wie Rapallo, Camogli oder Portofino sind mit dem Zug […]

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  3. […] Orte, die ich in dieser Region besucht habe, sind zb Rapallo, Levanto, Portofino und Camogli, wenn Du diesen Links folgst, kannst Du jeweils lesen, wie es dort so […]

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  4. […] Reise nach Ligurien hingehen soll, dann habe ich noch ein paar weitere Ideen für dich Vernazza, Portofino oder vielleicht […]

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