
Urlaub mit Hund im Aostatal, Purtud und Courmayeur am Mont Blanc
Das Aostatal gehört zu den spektakulärsten Alpenregionen Italiens. Zwischen gewaltigen Gipfeln, kleinen Bergdörfern und weiten Hochalmen liegt eine Landschaft, die für Wanderungen wie geschaffen ist. Genau hier war ich mit meinem Dackel Paul unterwegs. Unser Ziel waren das kleine Bergdorf Purtud und der bekannte Alpenort Courmayeur am Fuß des Mont Blanc. Wer Reisen mit Hund in Italien plant und dabei echte Berglandschaften erleben möchte, findet im Aostatal eine Region voller Möglichkeiten.
Purtud hat gleich zwei Campingplätze mit preiswerten Wohnmobil – und Wohnwagenstellplätzen und dort kann man auch sehr günstig kleine Ferienhäuser mieten. Ein Bus bringt einen von dort überall hin, alle Sehenswürdigkeiten kann man auch ohne PKW erreichen











Schon die Anfahrt ins Aostatal wirkt beeindruckend. Die Täler werden enger, die Berge höher und plötzlich tauchen überall kleine Steindörfer auf, die wie aus einer anderen Zeit wirken. Genau diese Mischung aus alpiner Wildheit und alten Bergsiedlungen macht den Charakter dieser Region aus. Im Hintergrund ragt ständig das gewaltige Mont-Blanc-Massiv auf. Mit über 4800 Metern ist der Mont Blanc der höchste Berg der Alpen und prägt das gesamte Gebiet rund um Courmayeur.
Zuckersüße Bergdörfer rund um Purtud
Mein erster Halt war das kleine Bergdorf Purtud oberhalb von La Salle. Purtud gehört zu diesen Orten, die man in vielen Reiseführern kaum findet. Genau deshalb wirken sie so ursprünglich. Die Häuser bestehen aus dunklem Holz und Stein, schmale Wege führen zwischen alten Stallungen und kleinen Kapellen hindurch. Überall öffnen sich Ausblicke auf das Tal und die umliegenden Berge.
Für Reisen mit Hund sind solche kleinen Bergdörfer ideal. Es gibt kaum Verkehr, viele Wege beginnen direkt am Dorf und führen hinaus in die Landschaft. Paul konnte hier entspannt neben mir laufen, während wir langsam durch die Wiesen oberhalb des Dorfes wanderten. Die Atmosphäre ist ruhig und gleichzeitig unglaublich eindrucksvoll. Man spürt sofort, dass diese Region stark von der alpinen Landwirtschaft geprägt ist.
Von Purtud aus führen mehrere Wanderwege hinauf zu Hochalmen. Diese alten Almwege verbinden kleine Bergsiedlungen miteinander und bieten immer wieder freie Blicke auf die Bergwelt des Aostatals. Besonders schön ist, dass viele dieser Wege durch offene Wiesen und lichte Lärchenwälder führen. Gerade für Wanderungen mit Hund sind solche Strecken ideal, weil sie abwechslungsreich und gut begehbar sind.
Courmayeur am Fuß des Mont Blanc
Nur wenige Kilometer entfernt liegt Courmayeur. Der Ort gehört zu den bekanntesten Bergorten Italiens und liegt direkt am südlichen Fuß des Mont Blanc. Während Purtud eher still und ursprünglich wirkt, zeigt Courmayeur eine lebendige alpine Atmosphäre mit Cafés, kleinen Geschäften und Restaurants.
Das Zentrum von Courmayeur wirkt fast ein wenig wie ein italienisches Bergdorf mit internationalem Flair. Zwischen alten Häusern öffnen sich immer wieder Plätze mit Blick auf das Mont-Blanc-Massiv. Besonders eindrucksvoll ist der Moment, wenn man aus dem Ort hinaus in Richtung Berge schaut. Die Gipfel wirken hier zum Greifen nah.
Für Reisende mit Hund bietet Courmayeur eine sehr entspannte Atmosphäre. Hunde gehören hier zum Alltag vieler Urlauber. Auf den Wegen rund um den Ort begegnet man immer wieder anderen Wanderern mit Hund. Auch viele Restaurants und Cafés reagieren sehr freundlich auf Vierbeiner.

Wanderungen mit Hund rund um den Mont Blanc
Die Umgebung von Courmayeur gehört zu den schönsten Wanderregionen der Alpen. Rund um den Mont Blanc beginnt ein weit verzweigtes Netz aus Wanderwegen, das sich durch Täler, Wälder und Hochalmen zieht. Viele dieser Wege verlaufen entlang alter Almrouten, die seit Jahrhunderten genutzt werden.
Ich habe mehrere Wanderungen mit Paul unternommen und jedes Mal war die Landschaft beeindruckend. Die Wege führen häufig durch weite Almwiesen, aus denen kleine Bäche und Wasserfälle hervorkommen. Darüber ragen die steilen Felsflanken des Mont-Blanc-Massivs auf. Gerade an klaren Tagen wirkt diese Bergkulisse unglaublich intensiv.
Für Urlaub mit Hund eignet sich diese Region besonders gut, weil viele Wanderwege breit und gut begehbar sind. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Varianten für längere oder kürzere Touren. Wer mit einem kleinen Hund wie einem Dackel unterwegs ist, findet viele Strecken, die sich auch gemütlich laufen lassen.
Besonders schön sind die Wege oberhalb der Baumgrenze. Dort öffnen sich große Panoramablicke über das gesamte Tal. Die Kombination aus grünen Hochalmen, schroffen Felsen und schneebedeckten Gipfeln gehört zu den beeindruckendsten Landschaften der Alpen.

Italien und Aostatal mit Hund erleben
Das Aostatal gilt als eine der hundefreundlichen Regionen in den italienischen Alpen. Wanderer mit Hund sind hier ein vertrauter Anblick. In vielen Orten stehen Wassernäpfe vor Restaurants oder Geschäften. Auch auf Wanderwegen trifft man regelmäßig andere Hunde.
Ein weiterer Vorteil dieser Region ist die enorme Vielfalt an Landschaften. Innerhalb kurzer Entfernungen wechseln sich enge Täler, weite Hochalmen und kleine Bergdörfer ab. Dadurch wird jede Wanderung anders.
Gerade für Reisende mit Hund entsteht dadurch eine besondere Freiheit. Man kann spontan entscheiden, ob man eine kurze Dorfwanderung macht oder einen längeren Weg hinauf in die Berge wählt. Viele Wege beginnen direkt in den Ortschaften und führen ohne lange Anfahrten in die Natur.
Unterwegs mit Dackel Paul
Für Paul war diese Reise ein echtes Abenteuer. Die vielen neuen Gerüche, die Bergluft und die abwechslungsreichen Wege haben ihn sofort begeistert. Dackel sind neugierige Entdecker und genau dafür ist das Aostatal perfekt.
Auf den Wanderwegen rund um Purtud und Courmayeur konnte er überall etwas entdecken. Kleine Wasserläufe, alpine Wiesen und schmale Pfade sorgen dafür, dass jede Strecke spannend bleibt. Gleichzeitig bieten die offenen Almflächen viel Raum für entspannte Spaziergänge.
Ein Vorteil der Region ist auch die angenehme Atmosphäre unter Wanderern. Man begegnet sich freundlich auf den Wegen, bleibt manchmal kurz stehen und tauscht ein paar Worte aus. Paul wurde dabei immer wieder neugierig begrüßt.
Ausflüge in der Umgebung
Von Courmayeur aus lassen sich viele weitere Orte im Aostatal erreichen. Besonders bekannt ist die Region auch für spektakuläre Berglandschaften und historische Orte. Die Stadt Aosta mit ihren römischen Bauwerken liegt nur etwa eine halbe Stunde entfernt. Auch kleinere Bergtäler öffnen sich rund um Courmayeur und bieten zahlreiche Wanderziele.
Viele Reisende kombinieren ihren Aufenthalt im Aostatal auch mit Ausflügen in andere Alpenregionen. Durch die Nähe zu Frankreich und zur Schweiz ergeben sich interessante Möglichkeiten für weitere Bergtouren.
Fazit: Urlaub mit Hund im Aostatal
Das Aostatal rund um Purtud und Courmayeur gehört zu den eindrucksvollsten Regionen der Alpen. Der Mont Blanc prägt die gesamte Landschaft und schafft eine beeindruckende Kulisse für Wanderungen.
Gleichzeitig besitzt die Region eine entspannte Atmosphäre, die besonders gut zu Reisen mit Hund passt. Kleine Bergdörfer, weite Almwege und spektakuläre Panoramablicke machen jede Wanderung zu einem Erlebnis.
Für mich und meinen Dackel Paul war diese Reise ein echtes Highlight. Die Mischung aus italienischer Lebensart, alpiner Natur und ruhigen Wanderwegen macht das Aostatal zu einem idealen Ziel für alle, die Urlaub mit Hund in den Bergen verbringen möchten.

Der Ausflug auf den Monte Bianco
Kann man mit Hund den Mont Blanc/ Monte Bianco besuchen?
Wer in Courmayeur Urlaub macht, entscheidet sich fast immer auch für einen Ausflug auf den Monte Bianco. Die moderne Seilbahn bringt Besucher in mehreren Etappen hinauf bis zur Panorama-Plattform nahe der Gletscherwelt des Mont Blanc.
Ich habe diesen Ausflug natürlich ebenfalls gemacht, zusammen mit Dackel Paul. Für die Fahrt bis zur Panorama-Plattform habe ich insgesamt 74 Euro bezahlt. Für Hunde empfiehlt sich unbedingt ein stabiler Maulkorb, den man bei der Fahrt dabeihaben sollte.
Die Seilbahn führt zunächst auf eine Mittelstation und anschließend weiter nach oben. Schon während der Fahrt öffnen sich spektakuläre Ausblicke auf die Bergwelt des Aostatals. Je höher man kommt, desto rauer wird die Landschaft.
Oben auf der Panorama-Plattform steht man plötzlich mitten in einer Hochgebirgswelt aus Fels, Eis und Gletscher. Die Aussicht auf das Mont-Blanc-Massiv ist beeindruckend. Gewaltige Eisflächen und steile Felswände prägen die Szenerie.
Ich war im August dort und selbst in dieser Zeit herrschen oben echte Winterbedingungen. Es lag viel Schnee und die Temperaturen waren sehr niedrig. Wer diese Tour plant, sollte unbedingt warme Kleidung mitnehmen. Unten im Tal kann es sommerlich warm sein, während oben auf der Plattform winterliche Kälte herrscht.
Auf der Panorama-Ebene befinden sich mehrere Restaurants und Aussichtspunkte. Von dort blickt man direkt auf den gewaltigen Gletscher des Mont Blanc. In dieser Höhe werden auch geführte Gletscherwanderungen und Schneeschuhtouren angeboten. Selbst im August sind solche Touren möglich, sofern man über die passende Ausrüstung verfügt.
Ich habe mir den Gletscher aus der Nähe angesehen und eine Weile die Aussicht genossen. Die Landschaft wirkt dort oben sehr beeindruckend, gleichzeitig aber auch rau und karg.
Die zusätzliche Seilbahn nach Frankreich
Von der Panorama-Station führt noch eine weitere spektakuläre Seilbahn über das Mont-Blanc-Massiv nach Frankreich. Diese Verbindung gehört zu den bekanntesten Seilbahnstrecken der Alpen.
Für Reisende mit Hund ist sie allerdings keine Option. Hunde dürfen in dieser Bahn nicht mitfahren. Außerdem kostet die zusätzliche Fahrt noch einmal etwa 34 Euro. Wer mit Hund unterwegs ist, bleibt also auf der italienischen Seite.
Pause auf der Mittelstation
Nachdem ich eine Zeit lang auf der Panorama-Plattform geblieben war, bin ich wieder zur Mittelstation hinuntergefahren. Dort war es sofort deutlich wärmer. Der Temperaturunterschied zwischen Tal, Mittelstation und Gipfel ist wirklich erstaunlich.
Auf dieser Ebene befindet sich ein botanischer Garten, der Saussurea Alpine Botanical Garden. Er gilt als einer der höchstgelegenen botanischen Gärten Europas und zeigt viele alpine Pflanzenarten aus der Mont-Blanc-Region. Leider dürfen Hunde dort nicht hinein. Das fand ich wirklich schade, denn ich hätte mir diesen Garten sehr gern angeschaut.
Die Aussicht von der Mittelstation ist ebenfalls wunderschön. Man blickt auf das Tal von Courmayeur und die umliegenden Berge. Dort habe ich eine längere Pause gemacht und gepicknickt.
Allerdings hatte ich mich für die Gipfelstation sehr warm angezogen. Auf der Mittelstation wurde es dadurch plötzlich ziemlich heiß. Eine längere Wanderung kam deshalb für mich nicht mehr infrage. Also habe ich einfach die Sonne und die Aussicht genossen, bevor es wieder hinunter ins Tal ging.



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