
Auch mein letzter Tag in der Cinque Terre war absolut episch. Ich wollte oben auf dem Hausberg zwischen Porte Venere und Le Grazie wandern gehen und die Aussicht genießen.
Man kann zwar auch zu Fuß von Porto Venere hochwandern, ich bin jedoch mit dem Auto hochgefahren, da ich lieber Panorama total erleben wollte. Der letzte Parkplatz ist nicht sehr groß und stark frequentiert, da es dort auch eine Kletterwand gibt. Erstaunlicherweise gibt es gar nicht so viel Wanderer dort, obwohl es magisch ist, also man kann sagen, es war fast das schönste Erlebnis von allen Ausflügen hier.

Oberhalb von Porto Venere erhebt sich mit dem Monte Muzzerone einer der spektakulärsten Aussichtspunkte der gesamten ligurischen Küste. Schon der Weg hinauf fühlt sich besonders an, denn zwischen mediterraner Macchia, duftenden Kiefern und hellen Kalkfelsen öffnet sich der Blick immer weiter über das Meer. Das Faszinierende an diesem Berg sind die fast senkrechten weißen Felswände, die direkt über dem Wasser abfallen und dem ganzen Küstenabschnitt diese dramatische, fast wilde Kulisse geben. Genau diese Kalksteinwände haben den Monte Muzzerone weit über Ligurien hinaus berühmt gemacht, sowohl bei Wanderern als auch bei Kletterern. Teilweise ragen die Felsen mehr als 300 Meter über dem Meer auf.
Oben angekommen liegt dir Porto Venere mit der Kirche San Pietro, der Insel Palmaria und dem gesamten Golf von La Spezia wie ein Panorama zu Füßen. Besonders schön ist, dass hier oben diese Mischung aus Natur, Weitblick und Abenteuer zusammenkommt. Alte Pfade führen weiter Richtung Campiglia und hinein in die Höhenwege der Cinque Terre, sodass der Monte Muzzerone sich perfekt als Zwischenziel für einen großen Wandertag eignet.






Besonders spannend ist das alte Militärgelände oberhalb des Berges. Rund um das Forte Muzzerone und die früheren Bunkerreste spürt man noch heute die strategische Bedeutung dieses Höhenzuges über dem Golf von La Spezia. Alte Steinmauern, versteckte Wege und ehemalige Beobachtungspunkte liegen mitten in dieser spektakulären Natur und geben dem Ort eine fast geheimnisvolle Stimmung. Wenn man dort oben steht, mit Blick auf Palmaria und die Kirche San Pietro tief unter sich, verbindet sich die wilde Schönheit der weißen Felsen mit einem Hauch Geschichte und Abenteuer.
Oben am alten Militärgelände gab es gut ausgebaute Wanderwege. Ohne Probleme hat man Anschluss an das ganze Wandergebiet der Cinque Terre. Man kann von dort aus bis Camiglia wandern, was sehr gut ausgeschildert ist, dann weiter nach Corniglia und immer so weiter.

Direkt an diesen Militärgelände kann man hinunter steigenund hat einen atemberaubenden Blick auf die Felsen. Das sieht so schön aus, ich fühlte mich direkt nach Bonifacio versetzt.
Ich wanderte einen Rundweg von etwa 2 h reine Gehzeit. Wegen ständigen anhalten und Staunen war ich jedoch nahezu doppelt so lange unterwegs 😂kennt man ja schon. Aber ich muss ja auch Paul Pausen gönnen 😉. Heute war ja der letzte Tag in Ligurien. Koffer sind schon gepackt.

Ich hab ja ein bisschen Angst vor dem Verkehr morgen 😅Osterdonnerstag ist ja nun nicht gerade der ruhigste Tag auf Italiens Straßen. Aber was soll’s, wird schon. Als Fazit kann man sagen, dass mein Urlaub hier alle Erwartungen mehr als erfüllt hat. Als ich letztes Jahr mit dem Wohnmobil hier war, hab ich echt gedacht, wie schön muss es sein, hier einmal mit dem PKW durchs Hinterland zu fahren. Es war auch wirklich atemberaubend, aber ehrlich gesagt, hätte ich das tatsächlich auch alles mit dem Wohnmobil machen können. Hier standen in den Bergen echt extrem viele Wohnmobile herum zwecks wildcampen, die Straßen sind alle breit genug, selbst Busse fahren überall hier in die Berge rein. Aber will man das testen, wenn man sich nicht gerade gut auskennt? Ich habe mich oft genug mit meinem riesigen Wohnmobil in den Bergen festgefahren, weil die Straßen immer schmaler wurden und die Überhänge immer krasser, so dass es echt nicht weiterging.
Gut waren auch fast nur Italienische Wohnmobile hier oben. 😀
Paul hat es auch gut gefallen, es war nur 2 Tage etwas zu heiß, die anderen 5 Tage war das Wetter genauso, wie man es zum wandern haben möchte. Letztes Jahr war ich auch exakt um diese Zeit hier, da war es schon deutlich heißer.
So, jetzt bin ich gespannt, was die Ostertage so bringen und danach fahre ich erstmal nach Hause.



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