
Kostenlos parken in Travemünde – Der große Parkplatz-Guide für Besucher
Travemünde gehört zu den beliebtesten Ostseezielen Norddeutschlands. Strandpromenade, historische Vorderreihe, das Museumsschiff Passat, der alte Leuchtturm und natürlich der kilometerlange Sandstrand ziehen Jahr für Jahr Hunderttausende Besucher in das Lübecker Seebad. Wer mit dem Auto anreist, steht jedoch schnell vor einer zentralen Frage: Wo parke ich – und was kostet mich das? Wer clever vorgeht, kann in Travemünde sogar völlig kostenlos parken. Der wichtigste Geheimtipp ist der Parkplatz Kowitzberg – ein riesiger, gebührenfreier Parkplatz am Stadtrand, der sich als ideale Basis für einen entspannten Tagesausflug eignet.
Der Parkplatz Kowitzberg – Die beste Wahl zum kostenlosen Parken
Die Adresse lautet: Kowitzberg, 23570 Travemünde. Wer hier parkt, trifft die vielleicht klügste Entscheidung des ganzen Urlaubstages. Mit insgesamt 450 Stellplätzen ist der Kowitzberg einer der größten Parkplätze in ganz Travemünde – und er ist kostenlos. Vollständig kostenlos, ohne Parkscheinpflicht, ohne Parkscheibe, ohne Zeitbegrenzung, die einen nervös macht.
Der Parkplatz liegt etwas außerhalb des touristischen Zentrums, was aber kein Nachteil ist, sondern ein klarer Vorteil. Wer hier abstellt, kann bequem den Bus ins Zentrum nehmen, oder zu Fuß gehen, es sind nur erzwang 15 Minuten Fußweg.
Travemünde ist durch den öffentlichen Nahverkehr gut erschlossen, und die Verbindung vom Kowitzberg ins Herz des Seebades dauert nur wenige Minuten. Alternativ ist der Fußweg für sportliche Besucher durchaus machbar und bietet dabei gleich einen ersten Eindruck der Travemünder Landschaft.
Gerade in der Hochsaison – wenn andere Parkplätze kostenpflichtig und hoffnungslos überfüllt sind – ist der Kowitzberg der Ruhepol für kluge Tagesausflügler. Auch während der Travemünder Woche, dem weltbekannten Segelereignis im Juli, steht der Kowitzberg als gebührenfreie Anlaufstelle zur Verfügung, während andere Parkflächen zeitweise gesperrt oder erheblich teurer werden. Wer also Travemünde stressfrei und kostengünstig besuchen möchte, sollte den Kowitzberg als erste Wahl in seine Reiseplanung einbauen.
Parkgebühren in Travemünde – Was Sie seit Juni 2025 wissen müssen
Seit dem 1. Juni 2025 gelten in Lübeck und damit auch in Travemünde neue Parkgebührenregelungen. Die Hansestadt Lübeck hat ihre Parkgebührenverordnung stadtweit angepasst, mit dem erklärten Ziel, den ruhenden Verkehr besser zu lenken und vorhandene Parkflächen effizienter auszulasten. Die Tarife wurden dabei deutlich angehoben.
Für die zentralen Parkflächen in Travemünde gilt seitdem die sogenannte Zone IV. Dazu zählen die Parkplätze Leuchtenfeld, Möwenstein, Backbord, Vogteistraße, Hafenbahnhof, Fährhafenvorplatz, Kirchenstraße, Strandbahnhof, Kurgartenstraße, Am Fischereihafen, Trelleborgallee und Priwall. In dieser Zone beträgt der Parkpreis 1,60 Euro je angefangene halbe Stunde, was einem Stundensatz von 3,20 Euro entspricht. Das Tagesticket in Zone IV kostet 12,00 Euro. Das ist ein erheblicher Sprung gegenüber den früheren Gebühren und hat bei vielen Stammbesuchern für Unmut gesorgt.
Weniger zentral gelegene Parkflächen in Travemünde fallen unter Zone V. Dort beträgt der Preis 1,20 Euro je angefangene halbe Stunde, also 2,40 Euro pro Stunde. Ein Tagesticket ist für diese Zone in der Verordnung nicht vorgesehen.
Für alle gebührenpflichtigen Parkplätze gilt: Die Zahlung kann bar am Parkscheinautomaten oder bequem per Handy-App erfolgen. Beliebt ist dafür die App PayByPhone, mit der sich die Parkzeit auch von unterwegs verlängern lässt.
Die wichtigsten Parkplätze in Travemünde im Überblick
Travemünde bietet trotz des überschaubaren Stadtgebietes eine überraschende Vielfalt an Parkmöglichkeiten. Hier sind die bedeutendsten Flächen im Detail:
Parkplatz Leuchtenfeld
Der Leuchtenfeld-Parkplatz ist einer der zentralsten und meistgenutzten Parkplätze in Travemünde. Er verfügt über rund 280 bis 350 Stellplätze (je nach Quelle und Saison) und liegt in direkter Nähe zur Strandpromenade. Die Gebührenpflicht besteht in den Sommermonaten in der Regel von 10 bis 22 Uhr. Mit dem neuen Tarif der Zone IV kostet das Parken hier 3,20 Euro pro Stunde oder 12,00 Euro für ein Tagesticket. Während der Travemünder Woche ist der Parkplatz nur über die Außenallee anfahrbar, und auf das Tagesticket wird in diesem Zeitraum zugunsten einer höheren Umschlagfrequenz verzichtet.
Parkhaus Möwenstein
Das Parkhaus Möwenstein liegt ideal – direkt an der Promenade und nur wenige Schritte vom Strand entfernt. Es ist rund um die Uhr geöffnet, bietet wettergeschütztes Parken und gehört zu den beliebtesten Parkmöglichkeiten für Strandbesucher, die zentral unterwegs sein wollen. Seit der Neuregelung gilt auch hier Zone IV mit 3,20 Euro pro Stunde. Das Parkhaus ist jedoch der einzige echte Komfort-Parkplatz in unmittelbarer Strandnähe, weshalb er gerade bei schlechtem Wetter besonders gut frequentiert wird.
Parkplatz Vorderreihe
Die Vorderreihe ist das touristische Herzstück Travemündes – eine historische Straße mit Restaurants, Cafés, Boutiquen und Fischbuden direkt am Fluss. Der gleichnamige Parkplatz eignet sich ideal für einen Bummel- oder Shoppingtag. Er ist ebenfalls rund um die Uhr zugänglich. Wer am Wochenende oder in den Sommerferien hierhin fährt, sollte früh starten – der Parkplatz ist eines der begehrtesten Ziele und schnell belegt.
Parkplatz Am Fischereihafen
Mit rund 400 Stellplätzen zählt der Fischereihafen-Parkplatz zu den großen Parkmöglichkeiten in Travemünde. Er ist über die Travemünder Landstraße zu erreichen und gehört zur Zone IV. Die Gebührenpflicht besteht üblicherweise von 10 bis 18 Uhr. Ein Tagesticket ist für 12,00 Euro erhältlich. Trotz der neuen, höheren Tarife ist er wegen seiner Kapazität und seiner guten Erreichbarkeit eine beliebte Anlaufstelle – besonders für Besucher, die mit dem Fährhafen zu tun haben oder die Travemünder Landstraße als Zufahrt nutzen.
Parkplatz Backbord
Der Parkplatz Backbord bietet rund 135 Stellplätze und ist über die Straße Backbord bzw. Kaiserallee erreichbar. Auch dieser Parkplatz ist der Zone IV zugeordnet. Die Gebühren gelten hier in der Regel von 10 bis 18 Uhr. Das Angebot richtet sich vor allem an Strandbesucher, die etwas abseits des trubeligsten Zentrums parken möchten.
Parkplatz Godewind
Der Parkplatz Godewind fasst etwa 120 Fahrzeuge und ist über die Straße Am Fahrenberg erreichbar. Er liegt etwas ruhiger und ist dennoch gut an die touristischen Kernbereiche Travemündes angebunden. Auch hier gelten die Zone IV-Tarife, mit Gebührenpflicht üblicherweise zwischen 10 und 18 Uhr.
Parkplatz Priwall
Wer den Priwall besuchen möchte – die Halbinsel gegenüber dem Travemünder Zentrum, erreichbar per Fähre oder über die Straße –, findet dort ebenfalls Parkflächen. Der Priwall-Parkplatz gehört zur Zone IV. Er ist besonders bei Strandurlaubern gefragt, die die ruhigere Atmosphäre jenseits der Trave bevorzugen. Der Fußweg zum Strand ist kurz, die Lage bietet einen wunderbaren Blick auf das Fahrwasser.
Weitere kostenpflichtige Parkflächen
Zu den weiteren in der Parkgebührenverordnung genannten Flächen zählen der Bereich Vogteistraße, der Hafenbahnhof-Vorplatz, die Kirchenstraße, der Strandbahnhof, die Kurgartenstraße sowie die Trelleborgallee. Alle genannten Plätze fallen unter Zone IV und kosten damit 3,20 Euro pro Stunde. Die Gebührenzeiten variieren je nach Lage und sind an den jeweiligen Beschilderungen vor Ort abzulesen.
Kostenlose Parkmöglichkeiten abseits des Kowitzbergs
Neben dem großen Kowitzberg-Parkplatz gibt es weitere Möglichkeiten, in Travemünde kostenlos oder günstig zu parken – wenn auch mit gewissen Einschränkungen.
In Wohngebieten wie der Mecklenburger Straße oder der Brodtener Straße finden sich vereinzelt kostenfreie Parkplätze im öffentlichen Straßenraum. Achtung: Häufig gilt hier Parkscheibenpflicht. Ein genauer Blick auf die Beschilderung ist Pflicht, um ein Knöllchen zu vermeiden.
An bestimmten Wochenenden – insbesondere im Rahmen der Travemünder Woche – werden zusätzliche kostenlose Bedarfsparkplätze in der Straße Am Dreilingsberg am Ortseingang von Travemünde eingerichtet. Diese Fläche liegt direkt an der Ortseinfahrt über die B75 (Gneversdorfer Weg). Von dort sind es zu Fuß etwa 15 bis 20 Minuten bis ins Zentrum – ideal für alle, die einen gemütlichen Spaziergang durch die Travemünder Altstadt und die Vorderreihe nicht scheuen.
Ein besonderer Hinweis gilt für Elektrofahrzeuge: Laut der seit dem 1. Juni 2025 geltenden Parkgebührenverordnung dürfen vollelektrische Fahrzeuge sowie Brennstoffzellen- und Plug-in-Hybridfahrzeuge (mit entsprechender Kennzeichnung) bis zum 31. Dezember 2026 auf gebührenpflichtigen Stellplätzen der Zonen II, III und V kostenlos parken. Ausgenommen sind jedoch ausdrücklich Zone I und Zone IV – und Zone IV umfasst leider genau die zentralen Travemünder Parkplätze. Wer also mit einem E-Auto die Promenade besucht, sollte das im Blick behalten.
Tipps für Wohnmobilfahrer
Travemünde ist auch unter Wohnmobilurlaubern ein geschätztes Ziel. Wer mit dem Camper anreist, sollte wissen: Die Nutzung öffentlicher Wohnmobilstellplätze kostet laut der neuen Verordnung pauschal 20 Euro für 24 Stunden. Die Übernachtung auf öffentlichen Stellplätzen ist dabei ausschließlich einmalig zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit gestattet – klassisches Dauerparken ist nicht erlaubt. Es gibt mehrere gut ausgestattete Stellplätze in der Region, die eine attraktive Lage in Meeresnähe bieten.
Fazit: Clever parken spart echtes Geld
Die neuen Parkgebühren, die seit Juni 2025 in Travemünde gelten, sind für viele Besucher ein Thema. Mit bis zu 3,20 Euro pro Stunde und einem Tagesticket von 12 Euro in den zentralen Zonen ist ein spontaner Strandtag ohne Plan schnell teurer als gedacht. Umso wichtiger ist es, die Alternativen zu kennen. Der Parkplatz Kowitzberg am Kowitzberg in 23570 Travemünde bleibt das beste Argument für alle, die ohne Parkstress und ohne Zusatzkosten ans Meer wollen: 450 Plätze, kostenlos, gut angebunden. Früh ankommen lohnt sich – gerade an sonnigen Wochenenden füllt sich auch der Kowitzberg. Wer das elektronische Parkleitsystem der Hansestadt Lübeck nutzt, kann sich zudem unter parken-luebeck.de laufend über freie Kapazitäten informieren, bevor er überhaupt in die Stadt fährt.


