Das Hinterland der Cinque Terre

Heute habe ich etwas richtig cooles gemacht. Das wollte ich schon immer mal, aber mit Wohnmobil war das natürlich ausgeschlossen. Ich bin nämlich richtig weit in die Berge rein gefahren und hab das Hinterland der Cinque Terre erkundet. Diese ganzen Berge mit diesen entzückenden Dörfern oben drauf haben mich schon immer begeistert. Und ich wurde nicht enttäuscht, es gab dort so viel hübsche, bunte Dörfer mit schönen Kirchen und flatternder Wäsche auf den Balkonen, dass es einfach hochinteressant war, davon zu erfahren.

Italien hat diese Liste der schönsten Dörfer, I Borghi più belli d’Italiam

Die „I Borghi più belli d’Italia“ sind weit mehr als einfach nur schöne Orte. Hinter dem Namen steckt eine offizielle italienische Vereinigung, die seit 2001 besonders sehenswerte historische Dörfer auszeichnet. Aufgenommen werden nur Orte, deren Ortsbild, Architektur, Geschichte und kulturelle Identität außergewöhnlich gut erhalten sind. Inzwischen gehören rund 375 Dörfer zu dieser Liste, verteilt von Südtirol bis Sizilien. 

Drei davon hab ich heute besucht

Vernazza – für viele das schönste Dorf der Cinque Terre Brugnato – starkes Hinterland-Dorf und Varese Ligure – einer der schönsten Geheimtipps überhaupt. Die letzten 2 genannten Dörfer waren mein erstes Ziel, etwa 60 km von Portovenere entfernt.

Beide Dörfer waren unfassbar hübsch und sind absolut sehenswert. Mein Plan war dann aber natürlich nicht, einfach die Autobahn zurück zu nehmen, sondern ich wollte über Levanto die Strade Cinque Terre nehmen und mir das Stück anschauen, was ich noch nicht kannte.

Aber werde ich das fahren können? Hoffte natürlich stark, dass die Strecke nicht zu schwierig werden würde.

War sie gottseidank nicht

Das einzige was schade war, dass es kaum Parkmöglichkeiten gab, um die gigantische Aussicht festzuhalten. Die Abfahrt nach Levanto hatte mich ja im letzten Jahr schon total begeistert, aber die Sicht die dann folgte, nämlich von oben auf Monterosso zu schauen, das war gigantisch. Monterosso hat nämlich einen Sandstrand, das gibt es sonst gar nicht hier und der Blick von oben auf diesen Strand und die bunten Häuser war atemberaubend schön. Monterosso ist eher ein bisschen langweilig als Stadt, aber von oben gar nicht.

Das ist Levanto von oben. Auch wunderschön. Und ihr sehr die ganzen Dörfer, die da noch sind?

Oberhalb von Levanto liegen mit Legnaro, Chiesa Nuova und Fontona drei kleine Bergdörfer, die genau dieses stille, ursprüngliche Ligurien zeigen, das viele zwischen den berühmten Cinque-Terre-Orten oft übersehen. Schon die Anfahrt über die schmalen Serpentinen ist ein Erlebnis, denn hinter jeder Kurve öffnen sich neue Blicke über grüne Hänge, Terrassen und verstreute Natursteinhäuser.

Legnaro wirkt fast wie ein kleines Freilichtbild von Ligurien. Die bunt bemalten Häuser schmiegen sich eng an den Hang, dazwischen liegt die historische Kirche, die dem Dorf seinen ruhigen Mittelpunkt gibt. Von hier aus schweift der Blick weit über die Höhen oberhalb von Levanto.

Ein paar Kurven weiter liegt Chiesa Nuova, ein Dorf, das besonders durch seine charmante Kirche und die liebevoll gepflegten Fassaden auffällt. Hier spürt man sofort den Charakter eines gewachsenen ligurischen Bergortes, in dem sich Geschichte, Glaube und Landschaft seit Jahrhunderten verbinden.

Fontona liegt etwas versteckter und wirkt dadurch fast noch authentischer. Zwischen Wald, Olivenhainen und kleinen Gärten entfaltet sich dieser typische ligurische Dorfzauber, den man eher fühlt als beschreibt. Gerade diese drei Orte zusammen ergeben einen wunderbaren Geheimtipp für alle, die rund um Levanto das Hinterland entdecken möchten.

Kurz danach kommt dann die Abfahrt nach Monterosso, die ich ausließ, denn ich wollte noch mal nach Vernazza. Kurz vor Vernazza liegt noch San Bernadino, ein Dorf wie aus dem Bilderbuch so hübsch.

In Vernazza hat Paul dann erstmal gebadet und ich hab eine Kleinigkeit zum Mittag gegessen. Jetzt ist die Woche schon um. Morgen bin ich noch hier, dann wollte ich noch mal hier bei Portovenere in die Berge und dann heißt es schon wieder packen und dann fahren Paul und ich noch ein paar Tage Ostern an den Gardasee. Aber wohin, das verrate ich noch nicht.


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