
Du denkst, die Cinque Terre ist voll, heiß, überlaufen und teuer? Es geht auch anders. Gleich mal vor ab: ich bin ja im März hier. Da ist das Wetter perfekt, es ist gut besucht, aber nicht überlaufen und teuer auch nicht. Vielen denken bei Cinque Terre auch nur eben an die 5 Dörfer, wie zb Vernazza, Manarola oder Riomaggiore mit den wirklich gut besuchtenWanderwegen zwischen den Dörfern. Aber kaum jemand weiß, dass die Wandergebiete in Wahrheit riesig sind und es unfassbar viele atemberaubende Möglichkeiten mit spektakulären Meerblick gibt. Heute berichte ich euch von so einem Geheimtipp in der Cinque Terre. Schaut euch mal dieses Bild an⬇️ Ich bin mir sicher, ihr denkt gerade „Welches der fünf Dörfer ist das denn? Sieht fantastisch aus!“

Ich verrate es euch: Das ist Schiara. Schiara ist ein altes Fischerdorf, direkt in Steilhang hineingebaut. Es ist viel ursprünglicher, als die Cinque Terre Dörfer und nicht weniger schön. Es gibt kleine Steinhäuser und eine winzige Kirche im Dorf und hat eine Treppe mit 700 Stufen zum Meer und es ist so gut wie frei von touristischen Geschehen.
Ich bin heute mit dem Auto die kurze Strecke von Le Grazie nach Campiglia gefahren und das ist auch schon der nächste Cinque Terre Geheimtipp. Campiglia liegt oben so schmal auf den Kamm des Hügels, dass man beidseitig Meerblick hat. Damit hätte ich ja nun gar nicht gerechnet. Rechts hat man wunderschöne Aussicht auf La Spezia

Und links die wilde Tramotiküste über Portovenere. Ich war sprachlos und das will was heißen, denn ich hatte ja ziemlich viel beeindruckendes gesehen die letzten Tage.
Campiglia ist das höchste Dorf von La Spezia und liegt auf 400m Höhe, direkt auf der Alta Via der Cinque Terre. Es gibt einen kleinen Laden, ein paar Restaurants und Ferienwohnungen mit spektakulären Meerblick.
Wir schauen auf Weinberge und Trockenmauern und hier soll es einmalige Sonnenuntergänge geben. Bei klarer Sicht kann man sogar Elba, Gorgona und Capraia erkennen.
Campiglia ist nicht nur Startpunkt zu fantastischen Wanderungen, sondern auch selbst schon eine Aussichtsplattform zwischen zwei Meeren und einer Lage, die spektakulärer ist, als viele andere Dörfer der Umgebung .

Die Wanderwege sind schön zu laufen und die Gegend ist berühmt für ihre extrem langen Treppen. Die Treppe von Campiglia zum Spiaggia del Persico ist 1500 Stufen lang.
Die Punta Persico – die wilde Meerestreppe
Die Persico Treppe ist offiziell der Weg 528 und ist der Weg zum Strand, man braucht 40 Minuten runter und 1,5 Stunden wieder hoch 😱.
Dann gibt es noch die Chioso Treppe. Chioso bezeichnet hier den alten Terrassenbereich oberhalb von Persico, also den Übergang vom Dorf und Weinbergtrassen in die wilde Küstenzone

Wir gingen die Treppen aber nur ein bisschen, für Paul ist das ja nicht so ideal, wenn er so viele Treppen steigt.
Wir wanderten als los, dass Wetter war angenehm Frühlingshaft, aber nicht so heiß, wie die letzten Tage. Unser Ziel war eine weitere, weltberühmte Treppe: die Scala Grande Di Monesteroli

Die berühmte Monesteroli-Treppe, auch Scala Grande genannt, gehört zu den spektakulärsten Abstiegen Liguriens. Je nach Quelle werden zwischen 1100 und fast 2000 Natursteinstufen gezählt, was schon zeigt, wie monumental dieser historische Weg ist. Viele Wanderer sprechen sogar von rund 1700 Stufen, weil neben der eigentlichen Haupttreppe auch die vorgelagerten Terrassenabschnitte und Verbindungsstufen mitgerechnet werden. Genau das macht den Weg so eindrucksvoll: Er wirkt wie ein steinernes Band, das sich von Campiglia durch Weinberge und Trockenmauern bis hinunter zum Meer zieht. Früher war diese Treppe die Lebensader der Winzer von Monesteroli, heute ist sie einer der spektakulärsten Geheimtipps zwischen Porto Venere und der Cinque Terre.

Auch hier nahm ich natürlich wieder Rücksicht auf den Dackel und schaute mir nur Teilstücke an.

Es war wunderschön ❤️wieder ein Tag voller Begeisterung.
Ligurien ist faszinierend! Zwei Tage bin ich jetzt noch hier, aber ich werde euch natürlich berichten.



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