
Heiligenblut und die Großglockner Hochalpenstraße mit Hund – eine der spektakulärsten Panoramastraßen der Alpen
Manchmal gibt es Orte, bei denen man schon nach wenigen Minuten merkt, dass sie etwas Besonderes sind. Genau so ging es mir in Heiligenblut am Großglockner und auf der berühmten Großglockner Hochalpenstraße.
Ich habe auf dieser Reise schon viele beeindruckende Berglandschaften gesehen, auch einige spektakuläre Alpenpässe in der Schweiz. Trotzdem muss ich ehrlich sagen: Die Fahrt über die Großglockner Hochalpenstraße gehört für mich zu den eindrucksvollsten Strecken, die ich je mit dem Auto – in meinem Fall mit dem Wohnmobil – gefahren bin.

Die Straße windet sich durch die Hochalpen, vorbei an Gletschern, Bergseen und Aussichtspunkten. Immer wieder bleibt man stehen, steigt aus und schaut einfach nur auf diese unglaubliche Landschaft.
Ja, die Straße ist teuer. Ich habe etwa 55 Euro Maut bezahlt. Aber ganz ehrlich: Diese Fahrt ist jeden Cent wert.
Die Großglockner Hochalpenstraße – eine der schönsten Panoramastraßen Europas

Die Großglockner Hochalpenstraße verbindet das Salzburger Land mit Kärnten und führt mitten durch den Nationalpark Hohe Tauern. Die Strecke ist etwa 48 Kilometer lang und zählt zu den bekanntesten Alpenstraßen Europas.
Unterwegs fährt man über zahlreiche Serpentinen und erreicht schließlich den höchsten Punkt der Straße am Hochtor auf über 2.500 Metern Höhe.
Die Straße wurde in den 1930er Jahren gebaut und ist heute ein echtes Erlebnis für alle, die spektakuläre Berglandschaften lieben.

Immer wieder gibt es entlang der Strecke Parkplätze und Aussichtspunkte, an denen man anhalten kann. Genau das habe ich auch gemacht. Ich bin an mehreren Stellen ausgestiegen, habe mich umgeschaut und bin ein Stück durch die Landschaft gelaufen.
Sehenswürdigkeiten entlang der Großglockner Hochalpenstraße
Die Straße ist nicht einfach nur eine Verbindung zwischen zwei Orten. Sie ist eigentlich eine ganze Reihe von Aussichtspunkten und Naturerlebnissen.

Edelweißspitze
Einer der bekanntesten Aussichtspunkte ist die Edelweißspitze. Von hier hat man einen unglaublichen Rundblick über mehr als dreißig Dreitausender der Alpen.
Die Zufahrt erfolgt über eine kleine Kopfsteinpflasterstraße. Oben angekommen hat man das Gefühl, mitten in den Hochalpen zu stehen.
Fuscher Törl
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Fuscher Törl. Hier gibt es eine kleine Ausstellung über den Bau der Hochalpenstraße und einen Aussichtspunkt mit Blick auf die umliegenden Gipfel.
Viele Besucher legen hier eine Pause ein und genießen die Aussicht.
Hochtor
Der höchste Punkt der Großglocknerstraße ist das Hochtor auf rund 2.504 Metern Höhe.
Hier verläuft auch die Grenze zwischen dem Bundesland Salzburg und Kärnten. Die Landschaft wirkt hier besonders rau und hochalpin.
Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
Der berühmteste Aussichtspunkt der gesamten Straße ist die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Von hier blickt man direkt auf den Großglockner, den höchsten Berg Österreichs.
Außerdem sieht man von hier den Pasterze-Gletscher, den größten Gletscher der Ostalpen.
Es gibt dort Besucherzentren, Ausstellungen und mehrere Aussichtsterrassen. Von dort kann man auch zu kleineren Wanderungen starten.
Gletscherblick und Pasterze
In der Nähe der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe führen Wege hinunter zum Gletscherbereich der Pasterze. Viele Besucher laufen ein Stück in Richtung des Gletschers, um die gewaltige Eislandschaft aus der Nähe zu sehen.
Auch Murmeltiere lassen sich in dieser Gegend mit etwas Glück beobachten.
Unterwegs mit Hund auf der Großglocknerstraße
Die Großglockner Hochalpenstraße eignet sich auch gut für einen Ausflug mit Hund. An vielen Aussichtspunkten kann man problemlos aussteigen und kleine Spaziergänge machen.
Paul fand die vielen neuen Gerüche natürlich spannend. Außerdem gibt es immer wieder kleine Wege und Aussichtspunkte, an denen man ein paar Minuten laufen kann.
Man sollte allerdings beachten, dass die Höhenlage sehr hoch ist und das Wetter schnell wechseln kann. Auch im Sommer kann es hier oben deutlich kühler sein als im Tal.
Heiligenblut mit Hund – ein wunderschöner Alpenort
Am südlichen Ende der Hochalpenstraße liegt der kleine Ort Heiligenblut am Großglockner.
Dieser Ort ist wirklich wunderschön. Besonders bekannt ist die Pfarrkirche St. Vinzenz, die direkt vor der Kulisse des Großglockners steht. Dieses Bild gehört zu den berühmtesten Fotomotiven der Alpen.
Heiligenblut wirkt ruhig und gemütlich. Die Häuser sind typisch alpin und der Ort hat eine sehr angenehme Atmosphäre.
Für einen Urlaub mit Hund ist Heiligenblut hervorragend geeignet. Es gibt viele Spazierwege, Wanderungen und Naturgebiete direkt rund um den Ort.

Sehenswürdigkeiten in Heiligenblut
Auch der Ort selbst hat einige interessante Punkte.
Pfarrkirche St. Vinzenz
Die kleine gotische Kirche St. Vinzenz ist das Wahrzeichen des Ortes. Sie steht auf einem kleinen Hügel mitten im Dorf und bietet einen wunderschönen Blick auf die umliegenden Berge.
Mit dem Großglockner im Hintergrund ergibt sich eines der bekanntesten Alpenpanoramen.
Nationalpark Hohe Tauern
Heiligenblut liegt direkt im Nationalpark Hohe Tauern, dem größten Nationalpark Österreichs.
Hier beginnen zahlreiche Wanderwege durch alpine Landschaften. Viele dieser Wege sind auch mit Hund gut machbar.
Wasserfälle und Bergwanderungen
Rund um Heiligenblut gibt es mehrere Wasserfälle und alpine Wanderwege. Besonders beeindruckend sind die Landschaften rund um die Großglocknerregion.
Viele Wanderungen beginnen direkt im Ort und führen durch Wälder, Almwiesen und alpine Hochlagen.
Unterwegs mit Dackel Paul
Für Paul war dieser Teil der Reise besonders spannend. Die Großglocknerstraße bietet ständig neue Eindrücke. Hinter jeder Kurve öffnet sich eine neue Aussicht.
Und genau das macht diese Strecke so besonders. Man fährt nicht einfach nur eine Straße entlang. Man erlebt eine ganze Berglandschaft.
In Heiligenblut selbst konnten wir dann etwas entspannen und durch den Ort spazieren. Gerade am Abend wirkt der Ort besonders schön, wenn die Berge im warmen Licht der untergehenden Sonne leuchten.
Fazit: Heiligenblut und die Großglockner Hochalpenstraße mit Hund
Die Großglockner Hochalpenstraße gehört zu den spektakulärsten Panoramastraßen der Alpen. Die Kombination aus hochalpiner Landschaft, beeindruckenden Aussichtspunkten und der Nähe zum höchsten Berg Österreichs macht diese Strecke zu einem echten Erlebnis.
Ja, die Maut ist hoch. Aber die Fahrt lohnt sich absolut.
Zusammen mit dem charmanten Bergdorf Heiligenblut ergibt sich ein perfektes Ziel für alle, die die Alpen lieben und gerne mit ihrem Hund unterwegs sind.
Für mich und meinen Dackel Paul war dieser Ausflug auf jeden Fall eines der Highlights unserer Reise durch die Alpen.
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Murmeltiere am Großglockner – eine Begegnung, die man nicht vergisst
Ein ganz besonderes Erlebnis auf der Großglockner Hochalpenstraße sind die Murmeltiere. Rund um die Hochlagen der Straße leben unglaublich viele dieser Tiere, und man begegnet ihnen an mehreren Stellen.
Das Überraschende ist: Viele Murmeltiere dort sind erstaunlich zutraulich geworden. Sie haben sich längst an die Besucher gewöhnt und zeigen kaum Scheu. Mit etwas Geduld kann man sie aus nächster Nähe beobachten.
Teilweise kommen sie sogar neugierig näher, wenn Menschen stehen bleiben. Viele Besucher haben ein paar Nüsse oder Karotten dabei, um die Tiere anzulocken. Dann sitzen die kleinen Kerle plötzlich direkt vor einem und knabbern entspannt an ihrem Snack.
Für mich war das ein richtig schöner Moment. Diese Murmeltiere sind einfach unglaublich niedlich. Sie sitzen aufrecht auf ihren Hinterpfoten, schauen neugierig in die Landschaft und lassen sich kaum aus der Ruhe bringen.
Auch Paul war natürlich sofort aufmerksam, als überall kleine Tiere aus den Wiesen auftauchten. Für ihn war das ein riesiges Abenteuer, aber ich habe ihn natürlich gut im Blick behalten.
Solche Begegnungen gehören definitiv zu den besonderen Erlebnissen entlang der Großglockner Hochalpenstraße.
Die alte Großglocknerstraße – ein stiller Geheimtipp oberhalb von Heiligenblut
Ein Ort, den viele Besucher gar nicht kennen, ist die alte Großglocknerstraße oberhalb von Heiligenblut.
Während die moderne Hochalpenstraße heute die berühmte Panoramastrecke bildet, verlief früher eine historische Bergstraße durch das Gebiet. Teile dieser alten Route existieren noch heute und führen durch eine deutlich ruhigere Berglandschaft.
Ich bin diese Strecke gefahren, weil dort oben bei einem Bauernhof ein kleiner Wohnmobilstellplatz liegt. Der Platz ist einfach, aber unglaublich schön gelegen.
Von dort blickt man direkt in die Berglandschaft rund um den Großglockner. Die Atmosphäre ist viel ruhiger als auf der bekannten Panoramastraße.
An diesem Abend standen dort mehrere Motorradfahrer, die ebenfalls diese Strecke entdeckt hatten. Die Stimmung war entspannt, man kommt schnell ins Gespräch und tauscht Geschichten über die Touren durch die Alpen aus.
Genau solche Orte machen Reisen mit dem Wohnmobil oft besonders. Man entdeckt kleine Plätze, die nicht in jedem Reiseführer stehen.
Die alte Großglocknerstraße selbst hat eine lange Geschichte. Schon im Mittelalter führte hier eine Handelsroute über die Alpen. Händler und Säumer transportierten Waren über diese Pässe zwischen Salzburg und Kärnten.
Heute erinnert die alte Route an diese Zeit und zeigt, wie Menschen früher durch diese beeindruckende Bergwelt gereist sind.
Wer etwas Zeit hat, sollte sich diese Strecke unbedingt anschauen. Sie bietet einen ganz anderen Blick auf die Großglocknerregion – ruhiger, ursprünglicher und fast ein wenig wie eine Reise in die Vergangenheit.
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