
Kann man mit Hund auf den Ätna?
Der Ätna ist einer der berühmtesten Vulkane Europas und natürlich wollte ich ihn mir während meiner Reise durch Sizilien unbedingt anschauen. Gemeinsam mit Dackel Paul habe ich einen Ausflug auf den Vulkan gemacht und war ehrlich gesagt zunächst ein bisschen überrascht.
Der Ätna ist deutlich touristischer, als ich erwartet hatte.
Rund um den Ätna
Die meisten Besucher starten ihren Ausflug am sogenannten Rifugio Sapienza, einer Art Ausgangspunkt auf etwa 1.900 Metern Höhe. Dort gibt es Parkplätze, Restaurants, Souvenirläden und viele Anbieter für verschiedene Aktivitäten.
Von hier aus kann man auf unterschiedliche Weise weiter nach oben kommen. Viele Besucher nehmen zunächst die Seilbahn, die einen weiter hinauf in die Vulkanlandschaft bringt. Von dort starten dann geführte Wanderungen zu den höheren Kratern.

Wer möchte, kann auch geführte Jeep-Touren, Quad-Touren oder längere Wanderungen durch die Lavafelder buchen. Besonders beliebt sind auch Nachtwanderungen, bei denen man die Vulkanlandschaft im Dunkeln erlebt.
Ich habe mir die Gegend einfach zu Fuß angeschaut und ein paar kleinere Wanderungen durch die schwarze Lava- und Aschelandschaft gemacht.
Wanderungen in der Vulkanlandschaft
Die Landschaft rund um den Ätna wirkt völlig anders als alles, was ich zuvor gesehen hatte. Schwarze Lavafelder, rötliche Asche und immer wieder kleine Krater prägen das Bild.
Mit Paul bin ich über diese Wege gelaufen und habe mir die verschiedenen Krater und Lavafelder angeschaut. An manchen Stellen wirkt die Landschaft fast wie eine Mondlandschaft.
Was mich besonders überrascht hat: Wir haben dort tatsächlich mehrere Katzen gesehen, die zwischen den Gebäuden und Parkplätzen unterwegs waren. Offenbar haben sich dort kleine Kolonien angesiedelt, die von den Menschen vor Ort versorgt werden.
Spektakulärer als gedacht: die Nacht
Der eigentliche Höhepunkt meines Aufenthalts am Ätna kam allerdings später.
Nachdem ich den Tag auf dem Vulkan verbracht hatte, bin ich wieder hinunter gefahren und habe unten in der Nähe übernachtet.
In der Nacht passierte dann etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte: Der Ätna begann auszubrechen.



Vom Tal aus konnte man plötzlich sehen, wie glühende Lava aus dem Krater schoss und der Himmel über dem Vulkan rötlich leuchtete. Dieses Naturschauspiel war für mich deutlich beeindruckender als der touristische Trubel oben auf dem Vulkan.
Ich habe damals auch einige Videos aufgenommen, die dieses Erlebnis festhalten. Es war wirklich faszinierend zu beobachten, wie dieser riesige Vulkan plötzlich zum Leben erwacht.
Muss man Angst vor einem Ausbruch haben?
Viele Menschen denken bei einem Vulkanausbruch sofort an Gefahr. Beim Ätna ist die Situation jedoch etwas anders.
Der Vulkan gehört zu den bestüberwachten Vulkanen der Welt. Wissenschaftler beobachten ihn ständig und können Veränderungen in der Aktivität früh erkennen.
Die meisten Ausbrüche verlaufen relativ ruhig und spektakulär, mit Lavafontänen und langsam fließenden Lavaströmen. Deshalb können Besucher dieses Naturschauspiel oft aus sicherer Entfernung beobachten.
Gerade nachts wirkt das besonders beeindruckend, wenn die glühende Lava den Himmel über Sizilien erleuchtet.
Ein besonderer Ort auf Sizilien
Auch wenn der Ausflug auf den Ätna selbst touristischer war, als ich erwartet hatte, bleibt dieser Vulkan ein unglaublich faszinierender Ort.
Die Landschaft, die Lavafelder und die unglaubliche Kraft der Natur machen den Ätna zu einem Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.
Und für mich persönlich war der Moment, als ich nachts den ausbrechenden Vulkan gesehen habe, definitiv einer der spektakulärsten Augenblicke meiner Reise durch Sizilien.
Kann man mit Hund auf den Ätna wandern?
Viele fragen sich, ob ein Ausflug auf den Ätna mit Hund überhaupt möglich ist. Die Antwort ist: Ja, das geht überraschend gut.
Hunde sind in vielen Bereichen rund um den Vulkan erlaubt. Auch an der Talstation der Seilbahn beim Rifugio Sapienza – dem wichtigsten Ausgangspunkt für Touren auf den Ätna – sieht man immer wieder Besucher mit Hunden. Das Gebiet liegt auf etwa 1.900 Metern Höhe und ist der Startpunkt für viele Wanderungen durch die Lavafelder und Kraterlandschaften.
Mit Paul habe ich dort einige kleinere Wanderungen gemacht. Gerade rund um die alten Krater und Lavafelder gibt es mehrere Wege, die sich gut mit Hund laufen lassen.
Schöne Wanderwege auf dem Ätna
Silvestri-Krater (Monti Silvestri)
Direkt am Ausgangspunkt beim Rifugio Sapienza liegen die Silvestri-Krater, zwei erloschene Vulkankegel aus einem Ausbruch von 1892. Man kann relativ einfach auf den Kraterrand hinaufgehen oder sogar in den Krater hineinlaufen.
Die Wege sind kurz, aber spektakulär, weil man sofort mitten in der schwarzen Vulkanlandschaft steht.
Wanderung von Rifugio Sapienza zur oberen Seilbahnstation
Wer etwas mehr Strecke laufen möchte, kann von der Talstation der Seilbahn über einen breiten Lavaweg Richtung Bergstation wandern. Die Strecke ist zwar steiler, aber landschaftlich sehr eindrucksvoll und führt durch große Lavafelder.
Parco dell’Etna Wanderwege
Im Nationalpark rund um den Vulkan gibt es zahlreiche weitere Wanderwege, die durch Lavafelder, Pinienwälder und alte Krater führen. Viele dieser Wege kann man ohne Guide gehen, solange man nicht zu hoch hinaufsteigt.
Wichtig für Wanderungen mit Hund
Ein paar Dinge sollte man beim Ätna mit Hund beachten:
Die Landschaft ist sehr offen und sonnig, Schatten gibt es kaum. Es gibt keine natürlichen Wasserquellen auf den höheren Vulkanflächen. Der Boden besteht oft aus Lavasteinen und Vulkanasche, die für Hunde anstrengend sein können.
Ich habe deshalb immer genügend Wasser für Paul mitgenommen und die Touren eher kürzer gehalten.
Mein Eindruck
Für einen klassischen Wandertag mit Hund ist der Ätna tatsächlich gar nicht schlecht geeignet. Gerade rund um die niedrigeren Krater und Lavafelder kann man einige spannende Wege laufen.
Die Landschaft wirkt teilweise wie eine Mondlandschaft aus schwarzer Lava und roten Kratern – etwas, das man so sonst kaum irgendwo erlebt.
Für Paul waren diese Spaziergänge auf dem Vulkan definitiv interessanter als der touristische Bereich rund um die Seilbahn.
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