
Saturnia mit Hund – ein Tag zwischen mittelalterlichem Dorf und heißen Thermalquellen
Auf meiner Reise durch Italien bin ich irgendwann in Saturnia angekommen. Der kleine Ort liegt in der südlichen Toskana in einer sanften Hügellandschaft und gehört zu den Orten, die man fast zufällig entdeckt – und dann sofort ins Herz schließt.
Schon bevor ich die berühmten Thermalquellen besucht habe, wollte ich mir zuerst einmal das Dorf selbst anschauen. Also habe ich das Wohnmobil abgestellt und bin mit Dackel Paul zu einem Spaziergang durch die Gassen aufgebrochen.
Ein Spaziergang durch das Dorf Saturnia
Saturnia ist kein großer Ort, aber genau das macht seinen Charme aus. Die Altstadt besteht aus kleinen Gassen, alten Natursteinhäusern und vielen liebevollen Details.
Mit Paul bin ich einfach losgelaufen und habe mich treiben lassen. Hinter jeder Ecke tauchten wieder neue kleine Motive auf. Türen mit Blumen, kleine Plätze mit Brunnen und immer wieder diese typisch italienischen Restaurants und Cafés, die ihre Stühle und Tische direkt auf die Straße stellen.
Ich konnte gar nicht genug davon bekommen, durch diese Gassen zu laufen, zu schauen und natürlich ständig Fotos zu machen.









Die Atmosphäre in Saturnia wirkt unglaublich gemütlich und entspannt. Man merkt sofort, dass hier vieles noch ein bisschen ruhiger läuft als in den bekannteren Orten der Toskana.
Saturnia – ein Dorf mit langer Geschichte
Der Ort selbst hat eine sehr lange Geschichte. Schon in der Antike war Saturnia bekannt, weil hier natürliche heiße Quellen aus dem Boden sprudeln.
Die Römer nutzten diese Quellen bereits als Badeorte. Der Name Saturnia soll sogar auf den römischen Gott Saturn zurückgehen, der laut Legende diese Quellen erschaffen haben soll.
Auch heute ist das Wasser der Thermalquellen ein besonderer Schatz dieser Region.
Die berühmten Thermalquellen von Saturnia
Nachdem ich eine ganze Weile durch das Dorf geschlendert war, ging es schließlich zu dem Ort, wegen dem viele Menschen überhaupt nach Saturnia kommen: zu den heißen Thermalquellen.
Die bekanntesten Quellen sind die Cascate del Mulino, eine Reihe natürlicher Wasserfälle mit warmen Thermalbecken.
Das Wasser fließt dort über helle Kalkterrassen und bildet kleine natürliche Pools, in denen man baden kann. Das Besondere daran: Diese Quellen sind frei zugänglich und gehören zu den schönsten natürlichen Thermalbädern Italiens.
Für Paul wäre das natürlich nichts gewesen. Deshalb durfte er sich erst einmal im Wohnmobil ausruhen, während ich mich auf den Weg zu den Thermalbecken gemacht habe.
Viele nehmen ihren Hund aber auch mit, grundsätzlich erlaubt ist es.
Nach einem langen Tag unterwegs war das genau das Richtige.
Ein Bad wie aus einer anderen Welt
Als ich schließlich in das warme Wasser gestiegen bin, habe ich sofort gemerkt, warum dieser Ort so berühmt ist.
Das Wasser hat eine angenehme Temperatur von etwa 37 Grad und fließt ständig frisch aus den Quellen nach. Dadurch bleibt es immer sauber und warm.
Ich habe mich einfach in eines der natürlichen Becken gesetzt und die Wärme genossen.
Die kleinen Wasserfälle plätschern über die Kalkstufen, und das warme Wasser läuft über Schultern und Rücken. Dieses Gefühl ist unglaublich angenehm.
Für meine oft schmerzenden Gelenke war das eine unfassbare Wohltat.
Ich saß dort im Wasser, ließ mir das warme Thermalwasser über die Schultern laufen und dachte nur: Hier möchte ich eigentlich gar nicht mehr raus.
Natur statt Wellnesshotel
Was mir besonders gefallen hat: Diese Thermalquellen sind komplett natürlich.
Es gibt hier keinen künstlichen Whirlpool, keine Spa-Musik und keine großen Wellnessanlagen direkt an den Wasserfällen.
Stattdessen sitzt man mitten in der Landschaft, umgeben von Hügeln, während das warme Wasser aus der Erde kommt.
Dieses Erlebnis wirkt viel intensiver als jeder künstliche Spa-Bereich.
Ein besonderer Ort in der Toskana
Saturnia ist für mich einer dieser Orte, an denen mehrere Dinge perfekt zusammenkommen.
Ein süßes kleines Dorf, eine ruhige Landschaft und diese unglaublichen natürlichen Thermalquellen, die seit Jahrhunderten aus der Erde sprudeln.
Der Spaziergang durch die Gassen, das gemütliche italienische Dorfleben und später das warme Wasser der Thermalbecken – das alles zusammen macht diesen Ort wirklich besonders.
Für mich war Saturnia einer der Momente meiner Reise, an denen ich einfach nur dachte:
Herrlich.
Und während ich später wieder zu Paul zurückgegangen bin, hatte ich das Gefühl, dass dieser kleine Ort in der Toskana genau das war, was man sich manchmal von einer Reise wünscht – ein Platz zum Durchatmen, Entspannen und einfach genießen.
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