Echter Geheimtipp mit Hund in der Toskana

Traumhafter Hundeurlaub

Geheimtipp Toskana mit Hund – Baratti und die spektakulären Buchten zwischen San Vincenzo und Populonia

Zwischen San Vincenzo und der kleinen Bucht von Baratti liegt eine Küstenregion, die viele Urlauber kaum kennen. Genau deshalb ist das hier ein echter Geheimtipp „Toskana mit Hund“

Ich habe dort einige Zeit auf einem wunderschönen Agri-Campeggio zwischen San Vincenzo und Baratti verbracht. Von dort aus konnte ich mit meinem Dackel Paul jeden Tag diese unglaubliche Landschaft entdecken. Und schon nach den ersten Spaziergängen war mir klar: Diese Gegend ist für mich eine der spektakulärsten Küstenregionen Italiens.

Hundeparadies Toskana

Sandstrand ohne Einschränkungen für Hunde

Nur wenige Minuten von unserem Stellplatz entfernt begann ein breiter Naturstrand, an dem Hunde einfach willkommen waren. Keine komplizierten Regeln, keine abgetrennten Zonen. Man konnte mit seinem Hund einfach zum Meer gehen, sich in den Sand setzen und den Tag genießen.

Zum Baden mit Hund ist das eine enorme Erleichterung. Statt ständig nach speziellen Hundestränden zu suchen, konnte Paul dort einfach mit mir ans Wasser kommen.

Der Strand fällt flach ins Meer ab, das Wasser schimmert in verschiedenen Blautönen und hinter dem Strand stehen lange Reihen von Pinien. Schon dieser Abschnitt allein wäre ein wunderbarer Ort für einen Urlaub.

Doch die eigentliche Magie dieser Gegend beginnt erst, wenn man sich auf den Weg entlang der Küste macht.

Atemberaubende Wanderwege entlang der Felsen

Von der Bucht von Baratti führen spektakuläre Wege entlang der Küste. Diese Pfade verlaufen über Felsen, durch mediterrane Macchia und immer wieder mit Blick auf das offene Meer.

Paul und ich sind dort stundenlang unterwegs gewesen. Der Weg führt immer weiter entlang der Küste und hinter jeder Kurve öffnet sich eine neue kleine Bucht.

Diese Buchten wirken fast wie gemalt. Zwischen den Felsen liegen kleine Badeplätze mit kristallklarem Wasser. Manche erreicht man direkt vom Weg aus, bei anderen muss man ein paar Meter über Felsen hinuntersteigen.

Dafür wird man mit einer Aussicht belohnt, die man kaum beschreiben kann.

Die mediterrane Macchia wächst dicht bis an die Felsen heran. Der Duft von Kräutern liegt in der Luft, über dem Meer kreisen Möwen und in der Ferne sieht man fast ständig die Silhouette der Insel Elba.

Man wandert dort von einer Traumbucht zur nächsten.

Die Bucht von Baratti

Die eigentliche Bucht von Baratti wirkt deutlich lebendiger als die wilden Küstenwege weiter draußen. Hier gibt es Restaurants, kleine Bars und einige touristische Einrichtungen.

Im Hauptbereich der Bucht gelten teilweise Einschränkungen für Hunde. An einigen Strandabschnitten sind sie nicht erlaubt. Es gibt jedoch auch einen ausgewiesenen Hundestrand in Baratti.

In der Praxis fällt das kaum ins Gewicht. Sobald man sich ein Stück von den Hauptstränden entfernt, beginnt wieder eine Küstenlandschaft mit vielen natürlichen Badeplätzen.

Gerade deshalb lohnt es sich, diese Gegend aktiv zu erkunden.

Das etruskische Dorf Populonia

Hoch über der Bucht liegt ein Ort, der zu den spannendsten historischen Dörfern der Region gehört: Populonia.

Das kleine Dorf thront auf einem Hügel über dem Meer und bietet einen unglaublichen Blick über die Küste und den Golf von Baratti.

Ich bin dort tatsächlich mit dem Fahrrad hinaufgefahren. Paul saß dabei hinten im Korb und hat die Fahrt erstaunlich gelassen genommen. Der Weg hinauf ist allerdings ziemlich steil und ich musste ordentlich in die Pedale treten.

Oben angekommen fühlt man sich plötzlich wie in einer anderen Zeit. Populonia besteht aus engen Gassen, alten Steinhäusern und kleinen Plätzen mit Restaurants.

Von den Mauern des Dorfes blickt man direkt über das Meer und die umliegende Küstenlandschaft. Besonders am Abend entsteht dort eine unglaubliche Stimmung, wenn das Licht über die Hügel und das Wasser fällt.

Der ideale Wanderparkplatz

Zwischen der Bucht von Baratti und dem Dorf Populonia liegt auf halber Strecke ein Parkplatz, der ein perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen entlang der Küste ist.

Dort kann man sein Auto abstellen oder auch das Fahrrad anschließen. Von diesem Punkt aus führen mehrere Wege in die Küstenlandschaft hinein.

Wer hier losläuft, merkt schnell, dass diese Gegend etwas Besonderes ist.

Die Pfade führen durch dichte Macchia, entlang von Felsen und immer wieder zu Aussichtspunkten über dem Meer. Von dort sieht man die Küste in ihrer ganzen Länge.

Und immer wieder entdeckt man kleine versteckte Buchten unterhalb der Felsen.

Um zu diesen Buchten hinunterzukommen, braucht man manchmal ein bisschen Beweglichkeit. Einige Zugänge sind steiler oder führen über Felsen.

Doch genau das macht den Reiz dieser Landschaft aus.

Wer den Weg nach unten schafft, findet oft fast private Badeplätze, an denen das Wasser unglaublich klar ist.

Eine der schönsten Küstenlandschaften Italiens

Viele Reisende fahren nach San Vincenzo, weil der Ort bekannter ist. San Vincenzo ist in meinen Augen nicht attraktiv. Bisschen besser erschlossen, klar, aber eher zweckmäßig touristisch, als irgendwo besonders attraktiv.

Doch nur wenige Kilometer entfernt liegt mit Baratti eine Landschaft, die viel ursprünglicher und spektakulärer wirkt.

Genau deshalb gehört dieser Abschnitt der Toskana für mich zu den größten Geheimtipps für Urlaub mit Hund in Italien.

Die Kombination aus Naturstrand, Felsküste, Wanderwegen und historischen Orten macht diese Region einzigartig.

Und wenn man dann mit seinem Hund entlang der Küste wandert, die Macchia duftet und die Insel Elba am Horizont liegt, versteht man sofort, warum dieser Ort für mich zu den schönsten Regionen gehört, die ich je erlebt habe.

Piombino und mein spontaner Ausflug nach Elba

Nur wenige Kilometer südlich von Baratti liegt die Hafenstadt Piombino. Von hier aus fahren regelmäßig Fähren auf die Insel Elba, die man an klaren Tagen sogar vom Festland aus am Horizont sehen kann.

Während meines Aufenthalts in der Region habe ich mich ganz spontan entschlossen, einen Tagesausflug nach Elba zu machen. Die Überfahrt ist erstaunlich kurz. Je nach Fähre dauert sie ungefähr 45 Minuten bis eine Stunde.

Auch preislich war das viel günstiger, als ich erwartet hatte. Ich habe damals etwa 30 Euro für das Ticket bezahlt und konnte dafür einen wunderbaren Tag auf der Insel verbringen.

Viele Reisende nehmen sogar ihr Auto mit auf die Fähre, um Elba flexibler erkunden zu können. Andere bleiben eine Nacht auf der Insel und kehren am nächsten Tag wieder zurück.

Die Fähren fahren mehrmals täglich von Piombino ab, meist Richtung Portoferraio, dem größten Hafen auf Elba. Dadurch lässt sich so ein Ausflug sehr unkompliziert in den Urlaub an der Küste rund um Baratti und San Vincenzo integrieren.

Für mich war dieser spontane Abstecher nach Elba eine perfekte Ergänzung zu den Tagen am Meer und den Wanderungen entlang der Felsküste bei Baratti.

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